Coronavirus: Bundestag lockert Maskenpflichten für Kinder

Zwei spielende Kinder mit Maske auf einer grünen Wiese.

Der Bundestag hat zwar jüngst eine gelockerte Maskenpflichten für Kinder beschlossen, dennoch wird uns leidige Thema noch eine ganze Weile begleiten. Kleinkinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren dürfen in Bussen und Bahnen künftig auch nur eine einfache OP-Maske tragen. So hat es der Bundestag in einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.

Eine blaue OP-Maske vor einem schwarzem Hintergrund.
Gelockerte Masken Regelung für Kinder bis 16 Jahre. Auch OP-Masken sind okay. (Bild: Unsplash/Mark König)

Für alle Anderen ändert sich jedoch nichts bei der Maskenpflicht. Grund genug, sich dem Thema hier einmal in einem ausführlichen Blogbeitrag zu widmen, denn ich habe höchst unterschiedliche Erfahrungen mit den OP-Masken und den verschiedenen FFP2-Masken gemacht. 

Kleine Maskenkunde

Seitdem die (selbst) genähten Alltagsmasken seit Beginn des Jahres passé sind und auch immer mehr FFP2-Masken am Markt verfügbar waren, wurden diese an immer mehr Orten zur Pflicht. Das ist auch gut so! 

Denn FFP2-Masken ohne Ventil schützen anders als die OP-Masken auch den Maskenträger vor der Gefahr, sich über Aerosole in der Luft mit dem SARS-CoV-2 Erreger zu infizieren. Natürlich wird vorausgesetzt, dass die Maske passt und dicht am Gesicht anliegt! 

Eine aufgeklappte FFP2-Maske vor weißem Hintergrund.
FFP2-Masken ohne Ventil schützen den Träger und die anderen. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Hier ist meiner Meinung nach leider auch das größte Problem bei den FFP2-Masken zu verorten. Denn die meisten dieser recht teuren Masken passen nicht richtig und viele sind zudem von minderer Qualität. Wie es auch die Stiftung Warentest dieses Jahr festgestellt hat.

Von preiswert bis teuer

Mehre blaue OP-Masken auf einer grauen Schreibtischplatte.
Die preiswerten OP-Masken halten die eigenen Aerosole zurück, schützen aber kaum den Träger. (Bild: HauptstadtPapa.com)

So hatte ich mit den 150 von mir zu Beginn der Pandemie bestellten preiswerten OP-Masken (ca. 0,09 € je Stück) am wenigsten Probleme gehabt. Anders jedoch mit den verschiedenen, teils sehr teuren FFP2-Masken. 

Verpackte FFP2-Maske auf weißem Hintergrund.
Mehre der 40 bestellten FFP2-Masken hatte defekte Gummibändern. Zudem passten sie nur nicht gut. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Im Januar dieses Jahres hatte ich mir 40 Exemplare einer FFP2-Maske in Form eines „Kaffeefilters“ für knapp 1,90 Euro das Stück bestellt. Als das Paket mit der Ware bei mir eintraf, musste ich feststellen, dass sich bei einigen Masken bereits die Gummibänder in der Plastikhülle von der Maske gelöst hatten. Das spricht nicht gerade für gute Qualität. Gleich bei der ersten dieser Masken, die ich aufsetze, löste sich keine Minute später das Gummiband. Also reklamierte ich die Masken beim Händler.

Eine der FFP2-Masken, bei der das Gummiband schon vor der ersten Nutzung abgegangen ist. (Bild: HauptstadtPapa.com)

Als dann die Aktion mit den Gutscheinen der Bundesregierung kam, holte ich mir die FFP2-Masken in der Apotheke. Leider konnte keine der angefragten Apotheken den Testsieger der Stiftung Warentest, die „3M Aura 9320+“ liefern. Daher entschied ich mich gezwungenermaßen für eine Modellvariante, die etwas an ein Schnabeltier erinnert und laut der Apotheke auch für Brillenträger geeignet sein soll. Wenig später erfuhr ich, dass die Apotheker für jede Maske 6,- Euro von der Bundesregierung bekommen.

Das Geschäft mit den Masken

Bis heute ist mir schleierhaft, wieso man in den Apotheken angeblich nicht die von der Stiftung Warentest empfohlene Aura 9320+ von 3M liefern konnte. Denn im Internet konnte man das Model des amerikanischen Marktführers vor der Pandemie ohne Probleme für um die 3,50 Euro das Stück kaufen. 

Wahrscheinlich wären die Gewinnmargen für die Apotheker „zu gering“ ausgefallen. Denn im Einkauf zahlen diese zwischen 0,70 bis 1,50 Euro für jede dieser Masken. Was einen Verkaufspreis von 6 Euro das Stück einen enormen, staatlich garantierten Gewinn von 4,50 bis 5,70 Euro für die Apotheker bedeutet. Daran dürfte sich der eine oder andere Apotheker gesundgestoßen haben.

Eigeninitiative 

Da auch die “Schnabeltier Masken” nicht wirklich gut passten und daher die Sonnenbrille immer beschlug, war ich froh, dass ich nicht allzu viel von diesen Masken gekauft hatte. Es war also Eigeninitiative gefordert. Ein genereller Nachteil von gefühlt 99 % aller Masken ist das alle nur viel zu kurze Gummibänder haben, welche man immer über die Ohren ziehen muss. Was auf kurz oder lang jedes Mal zu schmerzenden Ohrläppchen führt. 

Die 3M-Maske Aura 9320+ erhielt als einzige von der Stiftung Warentest gestatte Maske ein “Geeignet”. (Bild: 3M)

Anders hier die einzige FFP2-Maske, die im Test der Stiftung Warentest ein „Geeignete“ erhielt. Denn 3M-Maske Aura 9320+ wird mit zwei Gummibändern hinter dem Kopf fixiert. Kurzentschlossen richtete ich mir beim Vergleichsportal idealo.de einen Preiswecker für die 3M Aura 9320+ ein, welcher Ende April anschlug. 10 Stück der 3M Aura 9320+ für „nur“ 22,77 Euro (2,27 Euro pro Maske).

Positive Überraschung

Schon am nächsten Tag war das Paket mit der bestellten Ware bei mir. Alle Masken waren in einem großen Klarsichtbeutel verpack. Dazu war jede Einzelne noch mal separat eingeschweißt. Als ich die erste Maske zum Ausprobieren ausgepackte, fiel mir der starke Geruch der 3M-Maske auf, sodass ich sie gleich wieder abgesetzt und zum Ausdünsten in den Flur gehängt habe.

 Als ich die Maske 1-2 Tage später zum Besuch des Wochenmarktes aufgesetzt habe, war der chemisch anmutende Gestank verschwunden und ich war sehr positive vom Sitz der Aura 9320+ überrascht. Die Passform der Testsieger FFP2-Maske ist super! So hat die Maske z. B. am Nasenbügle eine Schaumstoffpolsterung, die die Maske dicht abschließen lässt, sodass auch die Sonnenbrille beim Tragen der Maske nicht beschlägt. Das besagte Schaumstoffpolster habe ich übrigens im Verdacht, für den Gestank verantwortlich zu sein.

Mein Fazit: 

Allen Verheißungen von Impfung und den Versprechungen der Politik von Lockerung zum Trotz bin ich der Überzeugung, dass uns die FFP2-Masken im Alltag noch lange erhalten bleiben. Ich bin froh, eine gut passende Maske gefunden zu haben. 

Die 3M-Maske ist zwar nicht gerade preiswert und muss immer vorher auslüften, aber das nehme ich bereitwillig in Kauf, denn ich habe jetzt endlich eine komfortable Maske gefunden, die sich sicher mit Gummibändern hinter dem Kopf fixieren lässt und zudem gut an das Gesicht anpasst, sodass ich diese auch über längere Zeit problemlos tragen kann. 

Wie sind Eure Erfahrungen mit OP- und FFP2-Masken? Schreibt mir über Eure Erlebnisse mit den medizinischen Masken hier im Kommentar oder Facebook und Twitter. 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Studie: Fitness treibt Kognition von Vorschulkindern an

Eine Studie der University of Illinois Urbana-Champaign zeigen, dass auch der Kopf der Kinder vom Sport profitiert. (Bild: Pixabay/Charyl Patrice Lee)

Vier bis sechs Jahre alte Kinder, die im Test weiterliefen als Gleichaltrige, schnitten auch kognitiv und bei anderen Werten der Gehirnfunktion besser ab. Zu dem Ergebnis kommt die University of Illinois Urbana-Champaign in einer neuen Studie. Der Test sollte die kardiorespiratorische Gesundheit feststellen. Laut den Experten besteht der Zusammenhang zwischen kardiorespiratorischer Fitness und kognitiver Gesundheit früher als bisher angenommen.

Um die Beziehung zwischen kardiorespiratorischer Fitness und Gehirngesundheit besser zu verstehen, haben die Forscher bei 59 Kindern im Vorschulalter verschiedene Tests durchgeführt. Die Kinder gingen zum Beispiel so weit, wie sie es in sechs Minuten schafften. Ein weiterer Test untersuchte die intellektuellen Fähigkeiten jedes Kindes.

Ein computergestützter Test ermittelte, wie gut sich die Kinder auf den wichtigen Teil eines Bildes konzentrieren und dabei ablenkende Infos ignorieren konnten. Die Teilnehmer nahmen auch an einer computergestützten Aufgabe teil, bei der sie ihre Antworten, je nachdem, ob Blumen oder Herzen auf dem Bildschirm auftauchten, ändern mussten. Mit diesem Test wurde ihre geistige Flexibilität untersucht. Details wurden im “Journal of Clinical Medicine” publiziert.

Eine Untergruppe von 33 Kindern absolvierte auch eine auditorische Aufgabe, bei der sie auf bestimmte Geräusche reagieren sollten und auf andere wiederum nicht. Dabei trugen sie eine EEG-Haube. Das EEG maß die elektrische Aktivität während der Aufgabe zur kognitiven Kontrolle. Laut der statistischen Analyse bestand ein Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und kognitiven Fähigkeiten sowie der Gehirnfunktion.

Frühe Entwicklung

Die fitteren Kinder schnitten bei allen Tests besser ab, so Forschungsleiterin Shelby Keye. Die Studie beweise jedoch nicht, dass eine kardiorespiratorische Fitness die kognitiven Fähigkeiten bei kleinen Kindern verbessert. Sie belege aber, dass diese zwei Bereiche sehr eng miteinander verbunden sind. Das gelte sogar bei Kindern, die erst vier Jahre alt sind.

Keye zufolge konzentrierten sich die meisten Studien bisher auf den Zusammenhang zwischen Fitness und Gehirngesundheit auf Erwachsene oder vorpubertäre oder pubertäre Kinder. Diese Studien fanden durchgängig positive Korrelationen zwischen der aeroben körperlichen Belastbarkeit und den schulischen Leistungen sowie den kognitiven Fähigkeiten. 

Früheren Studien nach korreliert eine größere kardiorespiratorische Fitness bei älteren Kindern und Erwachsenen mit der relativen Größe und Konnektivität der Gehirnstrukturen, die bei der kognitiven Kontrolle eine Rolle spielen. Es sei jedoch bisher nicht bekannt gewesen, an welchem Punkt der Entwicklung in der Kindheit dieser Zusammenhang auftritt. 

Ältere Studien legen nahe, dass Vorschulkinder wie ältere Kinder und Erwachsene die täglich empfohlenen Werte für körperliche Aktivität nicht erreichen. Laut den Wissenschaftlern ist das Anlass zur Besorgnis, da im Gehirn die Entwicklung von entscheidenden kognitiven Kontrollprozessen in der frühen Kindheit beginnt und sich bis ins frühe Erwachsenenleben fortsetzt.

Homeschooling im Lockdown

Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)

Die Schulklingeln sind ausgeschaltet, in den Pausenhöfen herrscht tiefe Stille und statt Diskussionen im Klassenraum heißt es für viele Schüler: „Lernen im stillen Kämmerlein“.

Seit Beginn der Coronakrise wurden Eltern und Kinder sowie auch Lehrer vor eine große Herausforderung gestellt. Schulen wurden erstmalig geschlossen und man musste Heimunterricht auch „Homeschooling“ genannt umsteigen. Im Zuge dieser neuen Art des Lernens haben sich für alle Beteiligten so manche Schwierigkeiten aufgezeigt.

Um welche Probleme es sich in Hinblick auf die aktuelle Situation handelt und welche unterstützenden Maßnahmen in Anspruch genommen werden können, um das digitale Lernen zu vereinfachen, will ich in diesem Beitrag näher betrachten.

In einem Interview mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Bundeselternrats, Sabrina Wetzel, berichtet diese von zahlreichen E-Mails der Eltern, die über verschiedenste Probleme klagen. Sehr viele Eltern empfinden den Digitalunterricht als überfordernd.

Sabrina Wetzel ist stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats. (Bild: Bundeselternrat)
Sabrina Wetzel ist stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats. (Bild: Bundeselternrat)

Als Hauptgründe werden hier insbesondere schlechte Internetverbindungen, Ton- und Bildausfälle, unorganisierte Abläufe sowie ineffektiver Unterricht aufgrund von fehlendem sozialem und gemeinschaftlichem Lernen genannt. Die teils unzureichenden Serverkapazitäten und die nicht funktionierende Technik machen es den Beteiligten schwer, den Videokonferenzen zu verfolgen und im Anschluss die Schulaufgaben zu lösen.

Eine weitere Herausforderung stellt auch die Kombination Homeoffice und Homeschooling dar. Setzt sich ein Elternteil morgens zur Arbeit, kommt es nicht selten vor, dass das Kind erst mal kurz seine Schulunterlagen ausdrucken muss. Bis der gesamte Lernstoff auf Papier gebracht ist, vergeht bereits einige Zeit. Mit solch einer ersten Unterbrechung in den Arbeitstag zu starten, erweist sich erfahrungsgemäß nicht als ideal.

Im Laufe des Tages kommen beim Kind immer wieder Fragen auf, vor allem wenn es noch nicht sehr geübt ist im Umgang mit der Technik. Ebenfalls problematisch ist es, wenn nur ein Computer vorhanden ist, den man sich wohl möglich teilen muss. Hierdurch wird das Arbeiten von zu Hause nicht unbedingt einfach, sondern in manchen Fällen zu einer doppelten Belastung für das die Eltern.

Tipps, die das digitale Lernen erleichtern!

Wenn es um das Thema Homeschooling geht, ist man nicht allein. Mittlerweile sind zahlreiche, unterstützende Tools erhältlich, manche sogar kostenlos, mit welchen man seinen Kindern helfen kann. Apps sind in Zeiten, in denen die Schulen geschlossen sind, Gold wert.

1.) Lern-App: Anton

Zu den beliebtesten Vertretern unter diesen Apps gehört die App „Anton“. Diese ist kostenlos und bietet den Kindern einen überaus hilfreichen Inhalt. Insgesamt liefert die App 200.000 Aufgaben und umfasst die 1 bis 10 Klasse. Die Kinder können damit Aufgaben in Fächern wie Mathematik, Deutsch, Biologie, Sachkunde oder Musik ganz einfach am Smartphone oder Tablet selbst lösen. Zudem motiviert Anton seine Nutzer ständig, indem diese die Möglichkeit haben, durch das Lösen der Aufgaben Sterne und Münzen zu sammeln oder sogar Pokale zu gewinnen.

2.) Lern-App: Learnu

Schüler ab der Klasse 5 finden mit der App Learnu Hilfe beim Corna-bedingten Homeschooling. Die App haben die beiden Schulfreunde und Abiturienten des Jahrgangs 2020 Eldrick Lindner (20) und Oskar Schnee (18) aus ihren eigenen Schulerfahrungen heraus geschaffen. Die Lernenden finden hier zehntausende Hausaufgaben und Lerndokumente aller Fächer. Die Nutzer können sich nicht nur die Schularbeiten anderer Schüler anschauen, sondern diese auch bewerten. Mit gut bewerteten Schularbeiten punkten Schüler also nicht nur bei den Lehrern, sondern auch in der Community. Das motiviert dazu, sich mit den Hausaufgaben Mühe zu geben. Neben der kostenlosen Varianten kann man bei der Lern-App auch noch eine Premiumversion für 4,49 Euro pro Monat optional hinzubuchen.

3.) Bundeszentrale für politische Bildung

Der Lockdown zeigte die Kreativität der Lehrer und Eltern. Lehrer lassen Eltern teilweise die Lernunterlagen zukommen und nutzen effiziente Lernplattformen. Möchte man die Schulmaterialien erweitern, um Ihrem Kind einen pädagogischen Mehrwert zu liefern, dann erweist sich die Webseite der Bundeszentrale für Politische Bildung als vielversprechende Quelle. Dort kann man einfach kostenlose PDFs zu den Fächern Politik, Erdkunde und Geschichte herunterladen und dem Kind als ergänzende Handouts zur Verfügung stellen.

4.) Angebot der Kultusministerkonferenz

Die Website der Kultusministerkonferenz ist in diesem Zusammenhang auch sehr empfehlenswert. In dem Onlineangebot findet man alle nötigen und aktuellen Informationen zum Thema Homeschooling sowie den Besonderheiten der jeweiligen Bundesländer. Die Webseite verweist darüber hinaus direkt auf die einzelnen Bundesländer, wo man nochmals hilfreiche Informationen zum eigenen Bildungssystem des Bundeslandes nachlesen kann.

Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)
Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)

Homeschooling stellt eine große Herausforderung für die Schüler als auch die Eltern dar, doch ist diese Herausforderung nicht unüberwindbar. Mit einem ausgeklügelten Lernsystem, einem gut organisierten Alltag und den hier vorgestellten Werkzeugen, kann das digitale Lernen zum Erfolg werden.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown

Der Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Allzu Grau ist all die Theorie, dass man zu Hause die Kleinkinder betreuen, parallel Heimunterricht (auch englisch Homeschooling genannt) macht und nebenher noch im Home-Office schaffen kann.

In fast allen Bundesländern gilt inzwischen seit letztem Montag der neue, verschärfte und verlängerte Lockdown, indem Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Nur für systemrelevante Berufe gibt es wieder eine in den Stunden reduzierte Notbetreuung an den Schulen und Kindertagesstätten.

Beim Unterricht zu Hause im Vergleich zum Unterricht in der Schule gibt es jedoch riesen Unterschiede. Sind Grundschulkinder regulär im Schnitt fünfmal die Woche für 5-6 Schulstunden a 45 Minuten in der Schulte, wo sie optimal und fokussiert lernen können. Bleibt beim Heimunterricht ein Großteil des Stoffs und circa 1/3 der Kinder auf der Strecke.

„Das sind Aufgaben für Zweitklässler“

(Tochter einer bekannten Oberärztin)

Jüngst erfuhr ich von einer Bekannten Mutter und leitende Ärztin in einem Krankenhaus, dass die fast 10-jährige Tochter in der Grundschule kaum noch gefordert wird. Zwar gibt es ein bis zwei Zoomkonferenzen a 20 Minuten die Woche, aber die Hausaufgaben Aufgaben, welche die Klassenlehrerin der 4. Klasse mitgibt, sind oft so wenig einfach und gehalten, dass die Tochter selbst sagt, dass es Aufgaben für Zweitklässler sein.

Gut, der Einwand, dass ein Akademiker-Kind, das auch sonst keine Probleme in der Schule hat, diese Aufgaben schnell erledigt hat, mag zutreffen. Wie aber muss es Kindern in bildungs- und sozialschwachen Familien gehen, wo es oft genug sogar am nötigen Equipment bzw. dem entsprechend schnellen Internetzugang fehlt?

„Der Coronavirus bedingten Schulausfall kostet uns 3,3 Billionen Euro“

Quelle: Handelsblatt

Zwar sehe ich die Kosten von 3,3 Billionen Euro für den Coronavirus bedingten Schulausfall nicht, den das ifo Institut und das Handelsblatt hier propagiert. Dennoch dürften viele Kinder, die es so schon nicht einfach haben, auf der Strecke bleiben. Von den Auswirkungen der fehlenden sozialen Kontakte mal ganz zu schweigen.

JA zu Kontaktbeschränkungen
Ich halte den Großteil der von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen für richtig! Auch wenn die Kontaktbeschränkungen die Kinder besonders hart triff, sind diese das einzige probate Mittel, dem mutierenden Virus Herr zu werden!

„Die Maßnahmen werden immer härter, je unvernünftiger die Menschen sich verhalten!“

Unbekannte Passantin im TV-Beitrag.

15-Kilometer-Regelung
Für weniger sinnvoll, halte ich die 15-Kilometer-Regelung in Gebieten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Hier sollen sich die Menschen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürfen. Aufnahmen sind nur bei triftigem Grund möglich, wie zum Beispiel den Weg zur Arbeit.

Die Idee dahinter ist ja nicht doof. Eine derartige Regelung gilt aktuell bereits in Sachsen. Doch ist es illusorisch zu glauben, dass sich eine solche Regelung sich auch wirklich auf die Einhaltung hin kontrollieren lassen würde. Mal ganz von Menschen in ländlichen Regionen abgesehen, bei denen schon der nächste Supermarkt weiter als 15 Kilometer entfernt ist.

Um so wichtiger ist es, dass man jetzt die Kontaktbeschränkungen konsequent umsetzt und nicht zu früh lockert! Damit wir die negativen Folgen für uns und unsere Kinder so gering wie möglich halten. Um später wieder gestärkt und geimpft etwas mehr Normalität wagen können!

Bis dahin wünsche ich Euch ein erholsames Wochenende. Behaltet die Nerven, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko beeinflussen

Forschung: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko bei Covid-19 beeinflussen. (Bild: iXimus/Pixabay)

Forscher des Fatty Acid Research Institute (FARI) haben herausgefunden, dass eine höhere Omega-3-Konzentration im Blut das Sterberisiko aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus Erreger SARS-CoV-2 verringern kann.

In der Fachliteratur gibt es bereits einige Studien, die von der Hypothese ausgegangen sind, dass Omega-3-Fettsäuren bei einer COVID-19-Infektion positive Auswirkungen haben könnten, bisher wurden jedoch keine von Experten geprüften Studien veröffentlicht, die diese Annahme stützen.

Die Studie basiert auf Daten von 100 Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die bei der Aufnahme entnommenen Blutproben wurden aufbewahrt und ausgewertet. Die klinischen Ergebnisse dieser Patienten wurden gesammelt und das Blut auf Omega-3-Index (O3I) hin untersucht. 14 der Patienten verstarben. Die Forschungsergebnisse wurden in “Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids” veröffentlicht.

Die Patienten wurden entsprechend O3I in Quartile von 25 Prozent aufgeteilt. In der obersten Quartile kam es zu einem Todesfall. In dieser Gruppe lag der O3I-Wert höher als 5,7 Prozent. Bei den verbleibenden Patienten kam es von 75 Personen zu 13 Todesfällen. Der O3I-Wert lag hier unter 5,7 Prozent. Bei den auf Alter und Geschlecht angepassten Regressionsanalysen zeigte sich, dass die Personen in der höchsten Quartile 75 Prozent weniger wahrscheinlich starben als jene Teilnehmer in den niedrigeren drei Quartilen. Anders gesagt, war das relative Sterberisiko bei Personen mit einem niedrigeren O3I-Wert rund vier Mal so hoch.

Weitere Studien erforderlich

Laut Forschungsleiter Arash Asher vom Cedars-Sinai Medical Center http://cedars-sinai.org entspricht diese Pilotstudie zwar nicht den Schwellenwerten für eine statistische Signifikanz, jedoch lege sie gemeinsam mit vielfachen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dringend nahe, dass diese über die Nahrung aufnehmbaren marinen Fettsäuren dabei helfen können, das Risiko negativer Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern. Größere Studien seien zur Bestätigung dieser vorläufigen Ergebnisse nötig.

Verlängerter Lockdown nach gestrigen Corona-Gipfel

Corona-Gipfel: Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown. (Bild: Wikipedia)

Am gestrigen Dienstag fand die letzte Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundeskanzlerin statt. Das am späten Abend gegen 22 Uhr nach einer Marathonsitzung im Kanzleramt verkündeten Ergebnis ist für mich wenig überraschend gewesen.

Heißt es doch wie zu erwarten war, dass der derzeitige Lockdown verlängert wird. Genau genommen geht die Verlängerung bis zum 14. Februar. Bis dahin sollen die Kitas und Schulen weiterhin geschlossen bleiben. Für systemrelevante Berufsgruppen mit Kindern gibt es weiterhin eine Notbetreuung.

Medizinische Masken
Neu ist die bundesweite Pflicht zum Tragen von medizinischen OP- oder FFP2-Masken (ohne Ventil) beim Einkaufen oder im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr. Die medizinische Maskenpflicht, welche bereits zuvor im vom Erreger SARS-CoV-2 stark betroffen in Bayern eingeführt wurde, gilt nun bundesweit. Somit gehören Tücher, Schals und selbst genähte Masken der Vergangenheit an.

Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)

Home-Office-Pflicht
Klarheit gibt es nun auch in Sachen Home-Office für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel beschlossen, dass Arbeitnehmer einen weitgehenden Anspruch auf Home-Office haben.

Hierzu soll das Bundesarbeitsministerium nun eine entsprechende Verordnung erlassen, welche bis 15. März diese Jahresgültigkeit hat. Daher müssen künftig Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten aus dem Home-Office überall dort ermöglichen, wo es das Tätigkeitsfeld zulässt. So sollen Kontakte am Arbeitsort sowie auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden.

Virus-Mutationen
Als Grund für die Verlängerung des Lockdowns und die weiteren Maßnahmen führte die sichtlich gehetzt wirkende Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Abend die aggressiven neuen Virus-Mutationen an. Insbesondere die Sars-CoV-2 Virus-Mutation B.1.1.7 welche inzwischen in Großbritannien und Irland die Pandemie zu dominieren scheint bereiten der Kanzlerin und den Experten Sorgen. Der Virologe Christian Drosten hält es für möglich, die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation noch einzudämmen. Entscheidend ist das Verhalten der Bürger, um der Verbreitung der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 einhalt zu gebieten.

Kitas & Schulen
Galten Kindertagesstätten laut der „Corona-KiTa-Studie“ bisher nicht als Pandemietreiber, scheint die Mutation B.1.1.7 sich hier anders zu verhalten als die vorherigen Varianten. Zudem besteht, durch die höhere Ansteckungsgefahr das Risiko bisherigen Erfolge zu verspielen.

Daher bleiben auch die Kindertagesstätten und Schulen bis mindestens zum 14. Februar geschlossen. Was wiederum die Eltern, allen voran Alleinerziehende hart trifft. Denn mit einem Kleinkind im Haus ist das Home-Office oftmals, Verfügung hin oder her eine reine Illusion.

Fazit
Mein Fazit, des gestrigen Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt ist, dass man nur hoffen kann, dass die Lage alsbald in den Griff bekommen wird. Denn allmählich schwindet die Energie und Kraft, diese seit bald einem Jahr anhaltende Krise bewältigen zu können. Ich finde, dass einige Maßnahmen wie z. B. die Pflicht für die Nutzung von medizinischen Masken oder der zum Home-Office schon spätestens im September des letzten Jahres hätten starten müssen.

Ich wünsche allen, dass Ihr gesund und mir gewogen bleibt!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf Kinder

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder. (Bild: BBC Creative/Unsplash)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Kontaktbeschränkungen, strenge Regeln an den Kitas, in den Schulen oder bei der Kinderbetreuung im Homeoffice schon fast zur Normalität geworden. Doch wie sehr belastet diese Situation Kinder wirklich, und was können Eltern unternehmen, um ihrem Kind entsprechend beizustehen?

Eines kann vorweggesagt werden, die derzeitige Situation stellt jedenfalls eine psychische Belastung und Herausforderung für Kinder, genauso wie für Erwachsene dar. Eine Studie, die am Hamburger Universitätsklinikum durchgeführt wurde, und die sich mit der seelischen Gesundheit von Kindern während der Pandemie beschäftigte, zeigte eindeutige Ergebnisse.

Es konnte festgestellt werden, dass es bei Kindern keinen allgemein typischen Reaktionsmechanismus gibt, der bei jedem Kind auf gleiche Weise zum Vorschein tritt. Jedes Kind reagiert anders auf die Situation, weshalb auch die Symptome unterschiedlich verlaufen.

Zu den häufigsten Auswirkungen gehören demzufolge Konzentrationsschwäche, Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit, und sogenannte Zwangshandlungen. Zwangshandlungen treten immer dann auf, wenn seelische Unruhe und Ängste vorherrschen.

Diese Handlungen verschaffen ein vermeintliches Gefühl an Sicherheit und tragen zur Stabilisierung der emotionalen Verfassung bei. So zeigten sich diese Zwangshandlungen in Kindern insbesondere in einem verstärkten Kontrollieren der Kinderzimmertüre, ob diese abgeschlossen ist oder das Fenster verriegelt ist. Einige Kinder wuschen sich während der Studie krampfhaft und übermäßig oft die Hände. So konnte man feststellen, dass vor allem Sauberkeits- und Sicherheitszwänge im Zusammenhang mit der Pandemie auftreten.

Ein weiterer Faktor, der in diesem Kontext beachtet werden muss, ist das soziale und familiäre Umfeld des Kindes. Seit Beginn der Pandemie ist das familiäre System der meisten Kinder sehr durcheinander geraten. Manche Eltern, welche in systemrelevanten Stellen tätig sind, hatten plötzlich viel mehr Arbeit und weniger Zeit für die Familie und die Kinder.

Andere Elternteile wiederum waren von Kurzarbeit oder sogar einem Jobverlust betroffen und verbrachten plötzlich viel mehr Zeit zuhause als zuvor. Man darf dabei nicht vergessen, dass sich die mentale Verfassung der Eltern auch auf die Kinder auswirkt, zumal es auch mehr zu Konflikten innerhalb der Familie kommen kann. Wie die Erwachsenen also auf die Krise reagieren, wirkt sich unmittelbar auf die Kinder aus, da Erwachsene ihre Vorbilder und sozusagen eine Orientierungshilfe darstellen.

Meine Tipps wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen!

Weiterhin Struktur im Alltag geben

Mit Beginn der Pandemie hat sich plötzlich der Alltag Ihres Kindes von einem Moment auf den anderen geändert. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, noch an einem strukturierten Tagesablauf festzuhalten. Hierbei sind To-Do-Listen besonders hilfreich, die eine kleine Orientierung und Motivation für die Erledigung der Aufgaben bieten.

Regelmäßige Bewegung

Auch wenn der Turnunterricht zurzeit nicht stattfindet, das Kind nicht mit anderen Kindern spielen darf und der Sportverein derzeit geschlossen ist – sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig, ausreichend Bewegung bieten. Denn das löst im Körper Glückshormone aus und leistet einen bedeutenden Beitrag zur mentalen Verfassung des Kindes.

Ermutigung und Wertschätzung vorleben

Die strengen Corona-Regeln bringen zahlreiche Herausforderungen mit sich. Sie sollten trotzdem eine offene und verständnisvolle Kommunikation mit Ihrem Kind pflegen und ihm eine positive Einstellung vorleben.

Konflikte emphatisch lösen

Wie bereits erwähnt, kann das vermehrte Zusammensein zu Reibereien in der Familie führen. Hier sollten Sie versuchen, Streitigkeiten mit Empathie zu lösen. Lehren Sie Ihrem Kind, mehr Mitgefühl und Verständnis anderen gegenüber aufzubringen, sodass es lernt, mit Konflikten besser umzugehen.

Die Corona-Pandemie stellt eine herausfordernde Zeit sowohl für Kinder als auch die Eltern selbst dar. Die hier vorgestellten Tipps sollen daher für jedes Elternteil eine kleine Unterstützung bieten, um mit dieser schwierigen Situation besser umgehen und richtig handeln zu können. Sind Sie jedoch mit der Situation zu überfordert und finden keinen Ausweg mehr, dann scheuen Sie nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bis demnächst bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Forschung: Glycyrrhizin neutralisiert Coronaviren

Glycyrrhizin kann Coronaviren neutralisieren. (Bild: iStock)

Wissenschaftler der Universität Essen haben in einer Studie nachgewiesen, dass Glycyrrhizin, ein Stoff aus der Süßholzwurzel, offenbar antiviral gegen das Coronavirus wirkt. Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel kommen vor allem in Lakritzen vor, für dessen Herstellung die Wurzel unabdingbar ist.  

Laut der Vorabausgabe der Studie, beobachtete das Forscherteam aus Nordrhein-Westfalen zunächst die antiviralen Effekte von Tee aus getrockneter Süßholzwurzel.

„Glycyrrhizin hemmt ein für die Virusvermehrung essenzielles Enzym, die virale Hauptprotease“.

Adalbert Krawczyk, Studienleiter in einer Mitteilung der Universität.

Strukturformel von Glycyrrhizin
Die Glycyrrhizin Strukturformel. (Grafik: Wikipedia)

Demnach haben Zellkulturversuche erwiesen, dass Glycyrrhizin eine starke antivirale Wirkung gegen Sars-CoV-2 entwickelt, so die Wissenschaftler in der Vorabausgabe der Studie. Dabei sei, so das Forscherteam, bereits die in Süßholzwurzeltee enthaltene Konzentration an Glycyrrhizin ausreichend gewesen, um die Viren in Zellkultur zu neutralisieren.

Noch fehlende klinische Studien
Eine Überprüfung der Wirksamkeit am Menschen in klinischen Untersuchungen steht noch aus.

Provokant gefragt, ist das Essen von Lakritzen die Lösung gegen das Coronavirus?

„Das kann man so pauschal nicht sagen. Übertreiben sollte man es sicher nicht: Die maximale Tagesdosis von Glycyrrhizin liegt bei 100 Milligramm, das entspricht je nach Sorte etwa 50 Gramm Lakritz“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

„Möglicherweise könnte der Konsum von Lakritz oder des Süßholzwurzelextrakts als Tee den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

Ansonsten gilt es nach wie vor, die AHA-Regeln einzuhalten und sich, sofern das irgend möglich ist, impfen zu lassen.

Abstand – Mindestens 1,5 Meter Abstand zu Mitmenschen halten.

Hygiene – Richtiges Husten und Niesen sowie die Hände regelmäßig waschen.

Alltagsmaske – Mund-Nasen-Schutz tragen.

Kommentar – zu den strengeren Kontaktbeschränkung

Kommentar - zu den strengeren #Kontaktbeschränkung (Bild: Element5 Digital/Unsplash)

Die neuen, strengeren Kontaktbeschränkung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie welche, am vergangenen Dienstag, den 5. Januar 2021 von Bund und Ländern beschlossen worden sind, gelten auch für Kinder. Die bisher geltenden Ausnahmen für Babys und Kleinkinder fallen damit ersatzlos weg.

Grund sind die nach wie vor hohen Infektionen mit dem Coronavirus im Land sowie die Gefahr durch die aggressivere, mutierte Virusvariante des SARS-CoV-2 Erregers aus Großbritannien. Zudem dürfte auch der leichtsinnige Umgang einiger weniger Tausend Menschen mit dem Coronavirus zu dessen Verbreitung beigetragen haben.

Eine Verschärfung der in Deutschland relativ leichten Einschränkungen war daher längst überfällig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach nach der Konferenz mit den Regierungschefs der Länder von Maßnahmen die „einschneidend“ seien. Alle seit dem 16. Dezember geltenden Maßnahmen werden nach einem Beschluss der Minister­präsidenten­konferenz am Dienstag bis zum 31. Januar 2021, verlängert und zum Teil ausgeweitet worden.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)

Insbesondere Familien mit Kindern sind von den verschärften Kontaktbeschränkungen besonders hart getroffen. So dürfen sich im privaten Bereich die Personen eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person (inkl. Babys/Kleinkinder) treffen, die nicht im selben Haushalt lebt. Auch fällt bis mindestens 31. Januar 2021 die Betreuung in den Kindergärten und der Präsenzunterricht an den Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen aus. All das stellt nicht nur Alleinerziehende Eltern vor große Herausforderungen. Zumal wie u. a. in Berlin die Lernplattformen Namens „Lernraum Berlin“ gar nicht oder nur schlecht funktionieren. 

Es beliebt daher abzuwarten, wie es dieser Tage mit den härteren Ausgangsbeschränkungen in Deutschland weitergehen soll, zumal man törichterweise die Sommerferien ungenutzt gelassen hat, anstatt sich auf die nächste Welle an Covid-19 Infeketionenwelle sinnvoll vorzubereiten. Nun muss alles wieder schnell “übers Bein gebrochen“ werden. Hier hätte man vieles besser machen können. Für Familien mit Kindern beliebt zu hoffen, dass man das Coronavirus bis Ostern soweit in den Griff bekommt, dass man langsam wieder daran denken kann, ein normales, geregeltes Leben mit Kindergarten, Schule und Freunden zu haben. Bis dahin müssen wir durchhalten und das Beste daraus machen!

Bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona-Pandemie: Bund und Länder einigen sich auf Einschränkung des Bewegungsradius

Corona-Pandemie: Bund und Länder einigen sich auf Einschränkung des Bewegungsradius.(Bild: Matt Seymour/Unsplash)

“In Landkreisen mit einer Sieben-Tages-Inzidenz von über 200 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern werden die Länder weitere lokale Maßnahmen nach dem Infektionsschutzgesetz ergreifen, insbesondere zur Einschränkung des Bewegungsradius auf 15 km um den Wohnort, sofern kein triftiger Grund vorliegt”, heißt es am heutigen Dienstag, den 5. Januar 2021 bei Reuters.

Touristische Tagesausflüge sind demnach “explizit” ausgeschlossen, da diese keinen triftigen Grund darstellen. Am Wochenende waren viele Tausend Menschen trotz Coronavirus mit dem Auto in die verschneiten deutschen Skigebiete gefahren. Welches zu große Staus auf den Autobahnen und überfüllten Parkplätzen führte. Im Harz sperrte die Polizei daraufhin am Sonntag die Straßen.