Am 23. August 2025 habe ich meinen letzten Blogbeitrag veröffentlicht – danach wurde es still. Nicht, weil mir das Schreiben egal geworden ist. Sondern weil ich Zeit brauchte. Zeit für mich. Und für mein Kind. Die Energie der Kur war schneller verflogen als gedacht. Daher habe ich mich für eine Reha mit meinem Kind entschieden. Nötig, unspektakulär, ehrlich gesagt auch ernüchternd, aber heilsam.
Ich habe begriffen: Wenn ich meiner Tochter ein verlässlicher Vater sein will, brauche ich Luft zum Atmen – und zwar echte. Tage, an denen ich nicht das Gefühl habe, jetzt noch an den Rechner zu müssen. Abende, an denen wir gemeinsam lecker essen und etwas unternehmen. Und ja, das bedeutet, dass Projekte – wie der HauptstadtPapa – zeitweise kürzer kommen. Nicht, weil sie unwichtig sind. Sondern weil Nähe, Gesundheit und ein halbwegs ruhiger Kopf die Grundlage für alles andere sind.
Was dabei oft unterschätzt wird: Ein Artikel schreibt sich nicht „mal eben“. Je nach Rechercheumfang stecken zwei bis acht Stunden Arbeit darin: lesen, prüfen, sortieren, schreiben, überarbeiten. Das ist Handwerk! Das ist etwas, das ich nicht einer KI überlassen will. Sie kann mir vielleicht Tabellen optimieren oder Titelbilder erstellen wie dieses hier, aber sie kann nicht meine Stimme ersetzen. Die gehört mir und dem Mädchen, das mir täglich zeigt, was zählt.
Wie es hier weitergeht? Realistischer, persönlicher, langsamer. Keine wöchentlichen Versprechen. Es wird eher einen Rhythmus geben, der zu unserem Leben passt: kurze, ehrliche Einblicke in unseren Alltag, praktische Tipps, die allein funktionieren, und ab und zu eine tiefere Reflexion. Qualität vor Taktung. Wenn nur 300 Wörter drin sind, dann 300 gute – ohne Ausbrennen.
Ich bleibe dran, aber ich renne nicht mehr. Dieser Blog ist kein Sprint, sondern ein langer Weg mit Pausenbänken. Danke an alle, die dabei bleiben. Und an die Neuen: Hier gibt es kein Hochglanz. Hier gibt es das Vatersein im echten Leben – mit Liebe, Müdigkeit und dem Mut, Dinge langsamer anzugehen.
Wie macht ihr das – besonders alle anderen Alleinerziehenden, Mütter und Väter? Wo zieht ihr Grenzen, damit ihr Zeit für euch und eure Kinder habt, ohne dass alles andere implodiert? Ich freue mich auf euren Austausch in den Kommentaren.

