ADAC testet verschiedene Kindertransporter

Das Nachläufersystem bietet keine Schutz für das Kind.

Der ADAC hat sich jüngst mit dem Thema Kindertransport mit dem Fahrrad auseinandergesetzt. Dafür hat der deutsche Automobilklub fünf Fahrrad-Transportsysteme für unsere Sprösslinge getestet und die Befunde verglichen. Mit einem für manchen überraschenden Ergebnis. 

Neben dem klassischen Fahrradanhänger liegen in Großstädten vor allem Lastenräder mit und ohne Elektroantrieb im Trend, um die Kleinen von A nach B zu transportieren. Doch bieten diese Transportsysteme den Kleinkindern auch ausreichenden Schutz vor Verletzungen bei einem Unfall? Wie sieht es mit der Handhabung und dem Komfort für die Kinder aus? Hierzu hat der ADAC fünf Systeme verglichen, die das Befördern von bis zu zwei Kindern ermöglichen: 

  • Drei verschiedene Lastenrad-Typen
  • Einen Fahrradanhänger mit Federung und einen ohne
  • Sowie ein Nachläufersystem samt Kindersitz für den Fahrradgepäckträger

Der Fokus lag dabei auf den Stärken und Schwächen der einzelnen Systeme in puncto Handhabung, Fahrverhalten, Komfort und Sicherheit inklusive Seitencrashversuch mit einem Auto. Getestet wurde der Transport von zwei Kleinkindern im Alter von etwa 1,5 und 3 Jahren, die durch entsprechende Crashtest-Dummies simuliert wurden.

Der ADAC hat fünf verschiedene Kindertransporter getestet. (Quelle: YouTube)

Beim Crashversuch wurde ein Unfallszenario nachgestellt, bei dem ein Auto mit 30 km/h und einem Winkel von 45 Grad in das stehende System fährt. Den besten Unfallschutz bietet dabei die Lastenrad-Variante „Backpacker“, bei dem zwei Kindersitze auf dem Gepäckträger montiert werden. Bei einem Aufprall mit einem Pkw befinden sich die Kinder durch die hohe Sitzposition nicht im direkten Crashbereich. Wichtig ist, dass sichere Fahrradkindersitze verwendet werden – diese müssen als Zubehör separat gekauft werden.

Das Lastenrad „Backpacker“ beim Crashtest.
Das Lastenrad „Backpacker“ beim Crashtest. (Bild: ADAC)

Gut immerhin schneidet der Fahrradanhänger ab, der das Kleinkind durch Gurtfixierung und stabilen Rahmen schützt. Nachteil beim Fahrradanhänger, die Kinder sitzen sehr niedrig, wodurch sie sich im direkten Aufprallbereich des Pkw befinden.

Der Fahrradanhänger schlägt sich im Crashtest ordentlich.
Der Fahrradanhänger schlägt sich im Crashtest ordentlich. (Bild: ADAC)

Bei den Systemen mit einer Transportbox (Lastenfahrrad zweispurig und Lastenfahrrad einspurig „Long John“) kann die Box beim Kontakt mit dem Auto die Insassen zwar schützen, allerdings wurden beide Systeme umgeworfen und schlitterten aufgrund der glatten Oberfläche über die Straße. Hier ist die Gefahr groß, dass es zu einer Kollision mit dem Gegenverkehr kommt. Außerdem versagten beim Crash einzelne Gurt- und Rückhaltesysteme. Hier sieht der ADAC erhöhten Nachholbedarf bei den Herstellern.

Das zweispurige Lastenfahrrad hat die Wucht des Crash umgehauen.
Das zweispurige Lastenfahrrad hat die Wucht des Crash umgehauen. (Bild: ADAC)
Das einspurige Lastenfahrrad "Long John" im Crashtest.
Das einspurige Lastenfahrrad “Long John” im Crashtest. (Bild: ADAC)

Durchgefallen

Das Nachläufersystem schneidet bei den Crashversuchen am schlechtesten ab. Da das Kind auf dem angehängten Kinderfahrrad ungeschützt ist, werden Hüfte und Beine beim Zusammenstoß mit dem Auto direkt getroffen. Der Dummy prallt danach mit dem Kopf auf den Asphalt.

Das Nachläufersystem bietet im Crashtest keine Schutz für das Kind.
Das Nachläufersystem fällt beim Crashtest wegen fehlenden Insassenschutz durch. (Bild: ADAC)

Empfehlung

Unabhängig von dem einzelnen Test rät der ADAC dazu, das Fahrer und Insassen stehst immer einen Helm tragen, um bei einem Unfall die Verletzungsgefahr im Kopfbereich so weit wie möglich zu reduzieren.

Komfort

Überraschend fielen dem Klub auch die Ergebnisse bei der Messung des Fahrkomfort aus. So bietet der gefederte Fahrradanhänger den mit Abstand besten Komfort für die Kinder. Im Vergleich zum ungefederten Anhänger werden die Belastungen beim Überfahren von Randsteinen oder Schlaglöchern um bis zu 50 Prozent reduziert. Daher kann sich der höre Preis für die Federung als sinnvolle Investitionen herausstellen.

Die Sorgen vor einem Corona-Herbst steigen

Bild vom 17. Juni auf Berlin. (Bild: Unsplash/Adam Vradenburg)

Laut dem ARD-Deutschland-Trend lässt die Sorge um die Corona-Pandemie die Menschen nicht los. Die Mehrheit der Befragten befürchtet laut der ARD-Umfrage steigende Infektionszahlen mit der Delta-Variante im Herbst. Damit einher geht auch die Sorge um die Entwicklung der Kinder.

Daher ist es umso wichtiger, dass bis dahin so viel Menschen wie möglich voll geimpft sind. Nur so lässt sich der Gefahr eines Corona-Herbstes begegnen. Durch den Tagesspiegel Beitrag hatte sich unter anderem eine Praxis vom Ku’damm, das Berliner Impfzentrum in der “Arena” und ein Mitarbeiter des Landkreis Märkisch-Oderland bei mir gemeldet.

Allen gemein ist, dass es für sie kein Problem ist, Alleinerziehende auch im Beisein ihrer Kinder gegen Corona zu impfen. Im Landkreis Märkisch-Oderland können sich alleinerziehende zudem auch mit dem Impfstoff Johnson & Johnson impfen lassen, welcher nur einen Impftermin erfordert.

Zudem habe ich einen offenen Brief an die Senatsverwaltung für Gesundheit geschrieben. In diesem verlange ich Aufklärung darüber, wie viele der nicht wahrgenommen Termine in den Berliner Impfzentren Alleinerziehende betreffen. Zudem will ich wissen, wie viele Alleinerziehende aufgrund der Abweisung die evtl. lebensrettende Corona-Impfung verweigert wurde.

Denn nur mit einer breiten Impfung der Bevölkerung lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland eindämmen. Um das Virus in Gänze zu bekämpfen und weitere Mutationen zu verhindern, muss zudem mehr Impfstoff auch an die ärmeren und ärmsten Länder dieser Welt geliefert werden. Zur Not auch kostenfrei, denn nur mit weltweiter flächendeckender Impfung lässt sich die weitere, gefährliche Mutation des Erregers bremsen!

Die Corona-Inzidenz in Deutschland: Ende des Sinkfluges

Der deutsche Sinkflug der Inzidenz ist vorerst beendet. Die Inzidenz war gestern erstmals seit Langem gestiegen. Zwar auf geringfügigem niedrigem Niveau von 4,9 auf 5. Doch vom Sinkflug der Inzidenz kann keine Rede mehr sein. Und auch der R-Wert liegt seit Freitag über 1, das ist so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Damit steckt ein Mensch durchschnittlich mehr als einen Weiteren an. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich das Coronavirus keinesfalls vorbei ist, sondern sich weiter ausbreitet. Die Wahrscheinlichkeit ist zudem groß, dass es sich um die aggressive und dominante Delta-Variante des SARS-CoV-2 Erregers handelt.

Umso besorgniserregender ist es, dass vor allem Alleinerziehende und Kinder oftmals noch keine Chance auf eine Corona-Impfung hatten. Hier braucht es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, welche “Mitbringsel” nach den Ferien in den Kitas ausgetauscht werden.
Luftreiniger könnten helfen, zumal dann, wenn es für offene Fenster vom Herbst an zu kalt sein dürfte. Der Berliner Senat hatte deshalb am 9. Februar dieses Jahres eine öffentliche Finanzierung für solche Geräte, auch für Kitas angekündigt.
Luftreiniger für Kitas: Grau ist alle Theorie

Die Berliner Realität sieht nach Informationen des Tagesspiegel ganz anders aus. Besorgte Eltern hatten den Berliner Kita-Eigenbetrieb „SüdOst“ um die Beschaffung solcher Luftreiniger gebeten – und boten ersatzweise auch gleich eine Eigenfinanzierung an. Doch die Stadträte Gernot Klemm (Treptow-Köpenick, Linke) und Falko Liecke (Neukölln, CDU), der eine Aufsichtsführender von „SüdOst“, der andere Vorsitzender des Verwaltungsrats, denkt nicht daran und husteten den besorgten Eltern was:

So schrieb der Lineke Gernot Klemm aus Treptow-Köpenick auch im Namen seines Kollegen Liecke von der CDU in einer Mail, dass

 „eine Beschaffung von Luftfiltergeräten nicht erfolgt“.

„Die Beantragung von Fördermitteln wäre sicher möglich, würde jedoch nur einen Teil der Kosten abdecken und nicht alle Kitas könnten vollständig ausgestattet werden. Seit Gründung des Eigenbetriebs hat aber die Gleichbehandlung aller unserer Kitas in Neukölln und Treptow Köpenick oberste Priorität“, so Gernot Klemm von der “Linken”.

Gernot Klemm, die Linke

Anders ausgedrückt, wenn die Rettungsringe nicht für alle reichen, wird eben gar keiner vom sinkenden Schiff gerettet. Das ist mal eine harte Nuss!

In Deutschland sind die Inzidenz-Werte erstmals seit Langem wieder gestiegen. Kein Grund zur Panik oder für einen Lockdown. Aber vielleicht auch keiner für eine Fußball-EM mit körperlich anwesenden Fanmassen. Und ganz bestimmt auch kein Grund, Bildungseinrichtungen und Kitas dabei zu helfen sich, auf den Herbst vorzubereiten. Zum Beispiel durch das Verweigern von Luftfiltern oder das beharrliche Verschlafen ihrer Anschaffung.

Kinderbuch Rezension: „Paulchen hat Bärenhunger“

Kinderbuch Rezension – „Paulchen hat Bärenhunger“ von David Melling. (Bild: Oetinger)

Mit zunehmendem Altem wird auch meine Tochter immer anspruchsvoller an die Kinderbücher, die sie sich anschaut. Waren es anfangs vor allem Bilderbücher, ist der Anspruch mit drei Jahren an die Bücher gestiegen. Daher möchte ich an dieser Stelle zukünftig unregelmäßig schöne und (vor-)lesenswerte Kinderbücher vorstellen. Den Anfang macht das Kinderbuch „Paulchen hat Bärenhunger“ von dem britischen Autor & Illustrator David Melling.

Die Handlung

Der Bär Paulchen kann es nicht fassen. Sein kompletter Honigvorrat ist weg. Entdeckt klebrigen Fußspuren auf seiner Bettdecke macht sich auf die Suche. Es stellt sich heraus, dass das Schaf Flossie den Honig genommen hat, um daraus Honigkuchen zu backen.

Doch schließlich erlaubt Paulchen es, dass die Schafe den Honig zum Backen von Honigkuchen nutzen. So kommt es, dass Paulchen mit den Schafen zusammen Honigkuchen backt. Alle werfen sich in ihre Küchenkleidung, damit sie zusammenbacken können. Backen macht eine Menge Arbeit. Karotten müssen geschält, Nüsse gehackt und Beeren gewaschen werden. Dann alles kräftig umrühren und ab in den Backofen.

Endlich ist der Honigkuchen fertig. Doch, ehe Paulchen gucken kann, haben die Schafe allen Kuchen aufgegessen. So muss Paulchen notgedrungen Nüsse und Beeren ganz ohne Honig probieren. Und stellt plötzlich fest, das schmeckt gut, es schmeckt sogar sehr gut! So kommt es, dass Paulchen den Schafen gar nicht mehr böse ist.

Mein Fazit

Eine wunderbare Geschichte über die Freundschaft zwischen dem Bären Paulchen und den Schafen. Das Buch ist sehr schön illustriert. Es bieten viele Gelegenheiten zum Suchen, Betrachten und zum Lachen. Sehr empfehlenswert!

Wenn das Impfen mit Kind in Berlin zur Odysee wird!

Eine behandschuhte Hand gibt einem Impfling Spritze.

Es hätte so schön laufen können! Vor circa einer Woche hatte ich über die Berliner Impfhotline (030 – 9028 2200) meine Termine für die persönliche Corona-Impfung im Impfzentrum Tegel TXL bekommen. So weit, so gut.

Am Dienstag, den 29. Juni um 14:45 Uhr sollte ich dort meine erste Dosis des Biontech Vakzines erhalten. Der Mitarbeiter an der Impfhotline hatte mich zuvor noch gefragt, ob ich vor Ort irgendwelche Hilfestellungen benötige. Dieses konnte ich guten Gewissens verneinen. Ich sagte noch, dass ich als Alleinerziehender nur den Kinderwagen samt Kleinkind dabei habe und dieser wendig genug ist. Die knappe Antwort des Hotline Mitarbeiters war „klasse“.

Es ist Dienstag. Am Tag der Impfung machten wir uns rechtzeitig auf den Weg zum Berliner Impfzentrum “TXL” in Tegel. So waren wir circa 20 Minuten früher dort, als nötig. Die Anfahrt mit der BVG war gut organisiert. Mit dem Bus 109, dem früheren Flughafenzubringer bis zum ehemaligen Frachtzentrum, dass jetzt „General-Ganeval-Brücke“ heißt. Dort steigt man dann in einen der bereitstehenden Shuttle-Busse, die einen direkt bis zum Impfzentrum im ehemaligen Terminal C bringen. So weit war alles top!

Als ich am Impfzentrum ankam, staunte ich nicht schlecht über die Menschenmassen, die dort in U-Form in einer Schlange standen. Die Menschenschlange aus mehreren hundert Impfwilligen nahm die gesamte Straße in Anspruch, nahezu das ganze Areal ein. Die Security deutete an, mit dem Kinderwagen weiter vorzugehen, wo es einen speziellen Eingang gibt. An diesem Eingang angekommen, waren es immer noch 15 Minuten bis zu meinem geplanten Piecks im Oberarm. In Gedanken fragte ich mich, ob ich es in den verbleiben 15 Minuten noch schaffe bis zum impfenden Arzt zu kommen.

Der Schock als Vater: Keine Kinder erlaubt!

Dann kam die böse Überraschung, in Form eines Mitarbeiters des vom DRK betriebenen Impfzentrums. Der Mitarbeiter verweigerte mir wegen meines Kindes den Zugang zum Impfzentrum. Auf meinen Protest hin gab dieser vor, der Teamleiter zu sein und weigerte sich, den Vorgang an die nächsthöhere Stelle zu eskalieren.

Durch die offensichtliche Diskriminierung des Mitarbeiters des Impfzentrums TXL wurde ich schlichtweg um meine Impfung gebracht. Der Mitarbeiter brüstete sich gar damit, dass er schon tags zuvor eine Mutter mit Kind abgewiesen hatte. Da eine solch dreiste Diskriminierung ganz klar ein öffentliches Interesse darstellt, schaltete ich noch vor Ort die Kollegen der Presse ein. So kam es, dass Tagesspiegel heute schon online und in der morgigen Printausgabe über den Fall des vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Müggelspree betreibenden Impfzentrums am ehemaligen Flughafen Tegel berichtet.

Ich bin traurig und erbost zugleich, dass eine gemeinnützige Institution wie das DRK in Berlin es nicht schafft, Mütter und Väter mit Impftermin dabei vor Ort zu unterstützen, wenn diese alleinerziehend und berufstätig keine Chance haben, ihre Kleinen anderweitig betreuen zu lassen. Davon abgesehen, dass 2 Stunden und mehr reguläre Wartezeit für Impfwillige mit einem festen Termin in gleißender Sonne bereits eine Zumutung an sich darstellen, ist es nicht verständlich und schon gar nicht hinnehmbar, als Alleinerziehender unverrichteter Dinge ohne Impfschutz und ohne neuen Termin wie ein räudiger Hund vom Hof gescheucht zu werden.

Coronavirus: Bundestag lockert Maskenpflichten für Kinder

Zwei spielende Kinder mit Maske auf einer grünen Wiese.

Der Bundestag hat zwar jüngst eine gelockerte Maskenpflichten für Kinder beschlossen, dennoch wird uns leidige Thema noch eine ganze Weile begleiten. Kleinkinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren dürfen in Bussen und Bahnen künftig auch nur eine einfache OP-Maske tragen. So hat es der Bundestag in einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.

Eine blaue OP-Maske vor einem schwarzem Hintergrund.
Gelockerte Masken Regelung für Kinder bis 16 Jahre. Auch OP-Masken sind okay. (Bild: Unsplash/Mark König)

Für alle Anderen ändert sich jedoch nichts bei der Maskenpflicht. Grund genug, sich dem Thema hier einmal in einem ausführlichen Blogbeitrag zu widmen, denn ich habe höchst unterschiedliche Erfahrungen mit den OP-Masken und den verschiedenen FFP2-Masken gemacht. 

Kleine Maskenkunde

Seitdem die (selbst) genähten Alltagsmasken seit Beginn des Jahres passé sind und auch immer mehr FFP2-Masken am Markt verfügbar waren, wurden diese an immer mehr Orten zur Pflicht. Das ist auch gut so! 

Denn FFP2-Masken ohne Ventil schützen anders als die OP-Masken auch den Maskenträger vor der Gefahr, sich über Aerosole in der Luft mit dem SARS-CoV-2 Erreger zu infizieren. Natürlich wird vorausgesetzt, dass die Maske passt und dicht am Gesicht anliegt! 

Eine aufgeklappte FFP2-Maske vor weißem Hintergrund.
FFP2-Masken ohne Ventil schützen den Träger und die anderen. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Hier ist meiner Meinung nach leider auch das größte Problem bei den FFP2-Masken zu verorten. Denn die meisten dieser recht teuren Masken passen nicht richtig und viele sind zudem von minderer Qualität. Wie es auch die Stiftung Warentest dieses Jahr festgestellt hat.

Von preiswert bis teuer

Mehre blaue OP-Masken auf einer grauen Schreibtischplatte.
Die preiswerten OP-Masken halten die eigenen Aerosole zurück, schützen aber kaum den Träger. (Bild: HauptstadtPapa.com)

So hatte ich mit den 150 von mir zu Beginn der Pandemie bestellten preiswerten OP-Masken (ca. 0,09 € je Stück) am wenigsten Probleme gehabt. Anders jedoch mit den verschiedenen, teils sehr teuren FFP2-Masken. 

Verpackte FFP2-Maske auf weißem Hintergrund.
Mehre der 40 bestellten FFP2-Masken hatte defekte Gummibändern. Zudem passten sie nur nicht gut. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Im Januar dieses Jahres hatte ich mir 40 Exemplare einer FFP2-Maske in Form eines „Kaffeefilters“ für knapp 1,90 Euro das Stück bestellt. Als das Paket mit der Ware bei mir eintraf, musste ich feststellen, dass sich bei einigen Masken bereits die Gummibänder in der Plastikhülle von der Maske gelöst hatten. Das spricht nicht gerade für gute Qualität. Gleich bei der ersten dieser Masken, die ich aufsetze, löste sich keine Minute später das Gummiband. Also reklamierte ich die Masken beim Händler.

Eine der FFP2-Masken, bei der das Gummiband schon vor der ersten Nutzung abgegangen ist. (Bild: HauptstadtPapa.com)

Als dann die Aktion mit den Gutscheinen der Bundesregierung kam, holte ich mir die FFP2-Masken in der Apotheke. Leider konnte keine der angefragten Apotheken den Testsieger der Stiftung Warentest, die „3M Aura 9320+“ liefern. Daher entschied ich mich gezwungenermaßen für eine Modellvariante, die etwas an ein Schnabeltier erinnert und laut der Apotheke auch für Brillenträger geeignet sein soll. Wenig später erfuhr ich, dass die Apotheker für jede Maske 6,- Euro von der Bundesregierung bekommen.

Das Geschäft mit den Masken

Bis heute ist mir schleierhaft, wieso man in den Apotheken angeblich nicht die von der Stiftung Warentest empfohlene Aura 9320+ von 3M liefern konnte. Denn im Internet konnte man das Model des amerikanischen Marktführers vor der Pandemie ohne Probleme für um die 3,50 Euro das Stück kaufen. 

Wahrscheinlich wären die Gewinnmargen für die Apotheker „zu gering“ ausgefallen. Denn im Einkauf zahlen diese zwischen 0,70 bis 1,50 Euro für jede dieser Masken. Was einen Verkaufspreis von 6 Euro das Stück einen enormen, staatlich garantierten Gewinn von 4,50 bis 5,70 Euro für die Apotheker bedeutet. Daran dürfte sich der eine oder andere Apotheker gesundgestoßen haben.

Eigeninitiative 

Da auch die “Schnabeltier Masken” nicht wirklich gut passten und daher die Sonnenbrille immer beschlug, war ich froh, dass ich nicht allzu viel von diesen Masken gekauft hatte. Es war also Eigeninitiative gefordert. Ein genereller Nachteil von gefühlt 99 % aller Masken ist das alle nur viel zu kurze Gummibänder haben, welche man immer über die Ohren ziehen muss. Was auf kurz oder lang jedes Mal zu schmerzenden Ohrläppchen führt. 

Die 3M-Maske Aura 9320+ erhielt als einzige von der Stiftung Warentest gestatte Maske ein “Geeignet”. (Bild: 3M)

Anders hier die einzige FFP2-Maske, die im Test der Stiftung Warentest ein „Geeignete“ erhielt. Denn 3M-Maske Aura 9320+ wird mit zwei Gummibändern hinter dem Kopf fixiert. Kurzentschlossen richtete ich mir beim Vergleichsportal idealo.de einen Preiswecker für die 3M Aura 9320+ ein, welcher Ende April anschlug. 10 Stück der 3M Aura 9320+ für „nur“ 22,77 Euro (2,27 Euro pro Maske).

Positive Überraschung

Schon am nächsten Tag war das Paket mit der bestellten Ware bei mir. Alle Masken waren in einem großen Klarsichtbeutel verpack. Dazu war jede Einzelne noch mal separat eingeschweißt. Als ich die erste Maske zum Ausprobieren ausgepackte, fiel mir der starke Geruch der 3M-Maske auf, sodass ich sie gleich wieder abgesetzt und zum Ausdünsten in den Flur gehängt habe.

 Als ich die Maske 1-2 Tage später zum Besuch des Wochenmarktes aufgesetzt habe, war der chemisch anmutende Gestank verschwunden und ich war sehr positive vom Sitz der Aura 9320+ überrascht. Die Passform der Testsieger FFP2-Maske ist super! So hat die Maske z. B. am Nasenbügle eine Schaumstoffpolsterung, die die Maske dicht abschließen lässt, sodass auch die Sonnenbrille beim Tragen der Maske nicht beschlägt. Das besagte Schaumstoffpolster habe ich übrigens im Verdacht, für den Gestank verantwortlich zu sein.

Mein Fazit: 

Allen Verheißungen von Impfung und den Versprechungen der Politik von Lockerung zum Trotz bin ich der Überzeugung, dass uns die FFP2-Masken im Alltag noch lange erhalten bleiben. Ich bin froh, eine gut passende Maske gefunden zu haben. 

Die 3M-Maske ist zwar nicht gerade preiswert und muss immer vorher auslüften, aber das nehme ich bereitwillig in Kauf, denn ich habe jetzt endlich eine komfortable Maske gefunden, die sich sicher mit Gummibändern hinter dem Kopf fixieren lässt und zudem gut an das Gesicht anpasst, sodass ich diese auch über längere Zeit problemlos tragen kann. 

Wie sind Eure Erfahrungen mit OP- und FFP2-Masken? Schreibt mir über Eure Erlebnisse mit den medizinischen Masken hier im Kommentar oder Facebook und Twitter. 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Studie: Fitness treibt Kognition von Vorschulkindern an

Eine Studie der University of Illinois Urbana-Champaign zeigen, dass auch der Kopf der Kinder vom Sport profitiert. (Bild: Pixabay/Charyl Patrice Lee)

Vier bis sechs Jahre alte Kinder, die im Test weiterliefen als Gleichaltrige, schnitten auch kognitiv und bei anderen Werten der Gehirnfunktion besser ab. Zu dem Ergebnis kommt die University of Illinois Urbana-Champaign in einer neuen Studie. Der Test sollte die kardiorespiratorische Gesundheit feststellen. Laut den Experten besteht der Zusammenhang zwischen kardiorespiratorischer Fitness und kognitiver Gesundheit früher als bisher angenommen.

Um die Beziehung zwischen kardiorespiratorischer Fitness und Gehirngesundheit besser zu verstehen, haben die Forscher bei 59 Kindern im Vorschulalter verschiedene Tests durchgeführt. Die Kinder gingen zum Beispiel so weit, wie sie es in sechs Minuten schafften. Ein weiterer Test untersuchte die intellektuellen Fähigkeiten jedes Kindes.

Ein computergestützter Test ermittelte, wie gut sich die Kinder auf den wichtigen Teil eines Bildes konzentrieren und dabei ablenkende Infos ignorieren konnten. Die Teilnehmer nahmen auch an einer computergestützten Aufgabe teil, bei der sie ihre Antworten, je nachdem, ob Blumen oder Herzen auf dem Bildschirm auftauchten, ändern mussten. Mit diesem Test wurde ihre geistige Flexibilität untersucht. Details wurden im “Journal of Clinical Medicine” publiziert.

Eine Untergruppe von 33 Kindern absolvierte auch eine auditorische Aufgabe, bei der sie auf bestimmte Geräusche reagieren sollten und auf andere wiederum nicht. Dabei trugen sie eine EEG-Haube. Das EEG maß die elektrische Aktivität während der Aufgabe zur kognitiven Kontrolle. Laut der statistischen Analyse bestand ein Zusammenhang zwischen körperlicher Fitness und kognitiven Fähigkeiten sowie der Gehirnfunktion.

Frühe Entwicklung

Die fitteren Kinder schnitten bei allen Tests besser ab, so Forschungsleiterin Shelby Keye. Die Studie beweise jedoch nicht, dass eine kardiorespiratorische Fitness die kognitiven Fähigkeiten bei kleinen Kindern verbessert. Sie belege aber, dass diese zwei Bereiche sehr eng miteinander verbunden sind. Das gelte sogar bei Kindern, die erst vier Jahre alt sind.

Keye zufolge konzentrierten sich die meisten Studien bisher auf den Zusammenhang zwischen Fitness und Gehirngesundheit auf Erwachsene oder vorpubertäre oder pubertäre Kinder. Diese Studien fanden durchgängig positive Korrelationen zwischen der aeroben körperlichen Belastbarkeit und den schulischen Leistungen sowie den kognitiven Fähigkeiten. 

Früheren Studien nach korreliert eine größere kardiorespiratorische Fitness bei älteren Kindern und Erwachsenen mit der relativen Größe und Konnektivität der Gehirnstrukturen, die bei der kognitiven Kontrolle eine Rolle spielen. Es sei jedoch bisher nicht bekannt gewesen, an welchem Punkt der Entwicklung in der Kindheit dieser Zusammenhang auftritt. 

Ältere Studien legen nahe, dass Vorschulkinder wie ältere Kinder und Erwachsene die täglich empfohlenen Werte für körperliche Aktivität nicht erreichen. Laut den Wissenschaftlern ist das Anlass zur Besorgnis, da im Gehirn die Entwicklung von entscheidenden kognitiven Kontrollprozessen in der frühen Kindheit beginnt und sich bis ins frühe Erwachsenenleben fortsetzt.

Homeschooling im Lockdown

Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)

Die Schulklingeln sind ausgeschaltet, in den Pausenhöfen herrscht tiefe Stille und statt Diskussionen im Klassenraum heißt es für viele Schüler: „Lernen im stillen Kämmerlein“.

Seit Beginn der Coronakrise wurden Eltern und Kinder sowie auch Lehrer vor eine große Herausforderung gestellt. Schulen wurden erstmalig geschlossen und man musste Heimunterricht auch „Homeschooling“ genannt umsteigen. Im Zuge dieser neuen Art des Lernens haben sich für alle Beteiligten so manche Schwierigkeiten aufgezeigt.

Um welche Probleme es sich in Hinblick auf die aktuelle Situation handelt und welche unterstützenden Maßnahmen in Anspruch genommen werden können, um das digitale Lernen zu vereinfachen, will ich in diesem Beitrag näher betrachten.

In einem Interview mit der stellvertretenden Vorsitzenden des Bundeselternrats, Sabrina Wetzel, berichtet diese von zahlreichen E-Mails der Eltern, die über verschiedenste Probleme klagen. Sehr viele Eltern empfinden den Digitalunterricht als überfordernd.

Sabrina Wetzel ist stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats. (Bild: Bundeselternrat)
Sabrina Wetzel ist stellvertretende Vorsitzende des Bundeselternrats. (Bild: Bundeselternrat)

Als Hauptgründe werden hier insbesondere schlechte Internetverbindungen, Ton- und Bildausfälle, unorganisierte Abläufe sowie ineffektiver Unterricht aufgrund von fehlendem sozialem und gemeinschaftlichem Lernen genannt. Die teils unzureichenden Serverkapazitäten und die nicht funktionierende Technik machen es den Beteiligten schwer, den Videokonferenzen zu verfolgen und im Anschluss die Schulaufgaben zu lösen.

Eine weitere Herausforderung stellt auch die Kombination Homeoffice und Homeschooling dar. Setzt sich ein Elternteil morgens zur Arbeit, kommt es nicht selten vor, dass das Kind erst mal kurz seine Schulunterlagen ausdrucken muss. Bis der gesamte Lernstoff auf Papier gebracht ist, vergeht bereits einige Zeit. Mit solch einer ersten Unterbrechung in den Arbeitstag zu starten, erweist sich erfahrungsgemäß nicht als ideal.

Im Laufe des Tages kommen beim Kind immer wieder Fragen auf, vor allem wenn es noch nicht sehr geübt ist im Umgang mit der Technik. Ebenfalls problematisch ist es, wenn nur ein Computer vorhanden ist, den man sich wohl möglich teilen muss. Hierdurch wird das Arbeiten von zu Hause nicht unbedingt einfach, sondern in manchen Fällen zu einer doppelten Belastung für das die Eltern.

Tipps, die das digitale Lernen erleichtern!

Wenn es um das Thema Homeschooling geht, ist man nicht allein. Mittlerweile sind zahlreiche, unterstützende Tools erhältlich, manche sogar kostenlos, mit welchen man seinen Kindern helfen kann. Apps sind in Zeiten, in denen die Schulen geschlossen sind, Gold wert.

1.) Lern-App: Anton

Zu den beliebtesten Vertretern unter diesen Apps gehört die App „Anton“. Diese ist kostenlos und bietet den Kindern einen überaus hilfreichen Inhalt. Insgesamt liefert die App 200.000 Aufgaben und umfasst die 1 bis 10 Klasse. Die Kinder können damit Aufgaben in Fächern wie Mathematik, Deutsch, Biologie, Sachkunde oder Musik ganz einfach am Smartphone oder Tablet selbst lösen. Zudem motiviert Anton seine Nutzer ständig, indem diese die Möglichkeit haben, durch das Lösen der Aufgaben Sterne und Münzen zu sammeln oder sogar Pokale zu gewinnen.

2.) Lern-App: Learnu

Schüler ab der Klasse 5 finden mit der App Learnu Hilfe beim Corna-bedingten Homeschooling. Die App haben die beiden Schulfreunde und Abiturienten des Jahrgangs 2020 Eldrick Lindner (20) und Oskar Schnee (18) aus ihren eigenen Schulerfahrungen heraus geschaffen. Die Lernenden finden hier zehntausende Hausaufgaben und Lerndokumente aller Fächer. Die Nutzer können sich nicht nur die Schularbeiten anderer Schüler anschauen, sondern diese auch bewerten. Mit gut bewerteten Schularbeiten punkten Schüler also nicht nur bei den Lehrern, sondern auch in der Community. Das motiviert dazu, sich mit den Hausaufgaben Mühe zu geben. Neben der kostenlosen Varianten kann man bei der Lern-App auch noch eine Premiumversion für 4,49 Euro pro Monat optional hinzubuchen.

3.) Bundeszentrale für politische Bildung

Der Lockdown zeigte die Kreativität der Lehrer und Eltern. Lehrer lassen Eltern teilweise die Lernunterlagen zukommen und nutzen effiziente Lernplattformen. Möchte man die Schulmaterialien erweitern, um Ihrem Kind einen pädagogischen Mehrwert zu liefern, dann erweist sich die Webseite der Bundeszentrale für Politische Bildung als vielversprechende Quelle. Dort kann man einfach kostenlose PDFs zu den Fächern Politik, Erdkunde und Geschichte herunterladen und dem Kind als ergänzende Handouts zur Verfügung stellen.

4.) Angebot der Kultusministerkonferenz

Die Website der Kultusministerkonferenz ist in diesem Zusammenhang auch sehr empfehlenswert. In dem Onlineangebot findet man alle nötigen und aktuellen Informationen zum Thema Homeschooling sowie den Besonderheiten der jeweiligen Bundesländer. Die Webseite verweist darüber hinaus direkt auf die einzelnen Bundesländer, wo man nochmals hilfreiche Informationen zum eigenen Bildungssystem des Bundeslandes nachlesen kann.

Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)
Kinder beim Homeschooling im Lockdown. (Bild: Annie Spratt/Unsplash)

Homeschooling stellt eine große Herausforderung für die Schüler als auch die Eltern dar, doch ist diese Herausforderung nicht unüberwindbar. Mit einem ausgeklügelten Lernsystem, einem gut organisierten Alltag und den hier vorgestellten Werkzeugen, kann das digitale Lernen zum Erfolg werden.

Ich wünsche Euch einen guten Start in die Woche, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown

Der Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Allzu Grau ist all die Theorie, dass man zu Hause die Kleinkinder betreuen, parallel Heimunterricht (auch englisch Homeschooling genannt) macht und nebenher noch im Home-Office schaffen kann.

In fast allen Bundesländern gilt inzwischen seit letztem Montag der neue, verschärfte und verlängerte Lockdown, indem Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Nur für systemrelevante Berufe gibt es wieder eine in den Stunden reduzierte Notbetreuung an den Schulen und Kindertagesstätten.

Beim Unterricht zu Hause im Vergleich zum Unterricht in der Schule gibt es jedoch riesen Unterschiede. Sind Grundschulkinder regulär im Schnitt fünfmal die Woche für 5-6 Schulstunden a 45 Minuten in der Schulte, wo sie optimal und fokussiert lernen können. Bleibt beim Heimunterricht ein Großteil des Stoffs und circa 1/3 der Kinder auf der Strecke.

„Das sind Aufgaben für Zweitklässler“

(Tochter einer bekannten Oberärztin)

Jüngst erfuhr ich von einer Bekannten Mutter und leitende Ärztin in einem Krankenhaus, dass die fast 10-jährige Tochter in der Grundschule kaum noch gefordert wird. Zwar gibt es ein bis zwei Zoomkonferenzen a 20 Minuten die Woche, aber die Hausaufgaben Aufgaben, welche die Klassenlehrerin der 4. Klasse mitgibt, sind oft so wenig einfach und gehalten, dass die Tochter selbst sagt, dass es Aufgaben für Zweitklässler sein.

Gut, der Einwand, dass ein Akademiker-Kind, das auch sonst keine Probleme in der Schule hat, diese Aufgaben schnell erledigt hat, mag zutreffen. Wie aber muss es Kindern in bildungs- und sozialschwachen Familien gehen, wo es oft genug sogar am nötigen Equipment bzw. dem entsprechend schnellen Internetzugang fehlt?

„Der Coronavirus bedingten Schulausfall kostet uns 3,3 Billionen Euro“

Quelle: Handelsblatt

Zwar sehe ich die Kosten von 3,3 Billionen Euro für den Coronavirus bedingten Schulausfall nicht, den das ifo Institut und das Handelsblatt hier propagiert. Dennoch dürften viele Kinder, die es so schon nicht einfach haben, auf der Strecke bleiben. Von den Auswirkungen der fehlenden sozialen Kontakte mal ganz zu schweigen.

JA zu Kontaktbeschränkungen
Ich halte den Großteil der von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen für richtig! Auch wenn die Kontaktbeschränkungen die Kinder besonders hart triff, sind diese das einzige probate Mittel, dem mutierenden Virus Herr zu werden!

„Die Maßnahmen werden immer härter, je unvernünftiger die Menschen sich verhalten!“

Unbekannte Passantin im TV-Beitrag.

15-Kilometer-Regelung
Für weniger sinnvoll, halte ich die 15-Kilometer-Regelung in Gebieten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Hier sollen sich die Menschen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürfen. Aufnahmen sind nur bei triftigem Grund möglich, wie zum Beispiel den Weg zur Arbeit.

Die Idee dahinter ist ja nicht doof. Eine derartige Regelung gilt aktuell bereits in Sachsen. Doch ist es illusorisch zu glauben, dass sich eine solche Regelung sich auch wirklich auf die Einhaltung hin kontrollieren lassen würde. Mal ganz von Menschen in ländlichen Regionen abgesehen, bei denen schon der nächste Supermarkt weiter als 15 Kilometer entfernt ist.

Um so wichtiger ist es, dass man jetzt die Kontaktbeschränkungen konsequent umsetzt und nicht zu früh lockert! Damit wir die negativen Folgen für uns und unsere Kinder so gering wie möglich halten. Um später wieder gestärkt und geimpft etwas mehr Normalität wagen können!

Bis dahin wünsche ich Euch ein erholsames Wochenende. Behaltet die Nerven, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko beeinflussen

Forschung: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko bei Covid-19 beeinflussen. (Bild: iXimus/Pixabay)

Forscher des Fatty Acid Research Institute (FARI) haben herausgefunden, dass eine höhere Omega-3-Konzentration im Blut das Sterberisiko aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus Erreger SARS-CoV-2 verringern kann.

In der Fachliteratur gibt es bereits einige Studien, die von der Hypothese ausgegangen sind, dass Omega-3-Fettsäuren bei einer COVID-19-Infektion positive Auswirkungen haben könnten, bisher wurden jedoch keine von Experten geprüften Studien veröffentlicht, die diese Annahme stützen.

Die Studie basiert auf Daten von 100 Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die bei der Aufnahme entnommenen Blutproben wurden aufbewahrt und ausgewertet. Die klinischen Ergebnisse dieser Patienten wurden gesammelt und das Blut auf Omega-3-Index (O3I) hin untersucht. 14 der Patienten verstarben. Die Forschungsergebnisse wurden in “Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids” veröffentlicht.

Die Patienten wurden entsprechend O3I in Quartile von 25 Prozent aufgeteilt. In der obersten Quartile kam es zu einem Todesfall. In dieser Gruppe lag der O3I-Wert höher als 5,7 Prozent. Bei den verbleibenden Patienten kam es von 75 Personen zu 13 Todesfällen. Der O3I-Wert lag hier unter 5,7 Prozent. Bei den auf Alter und Geschlecht angepassten Regressionsanalysen zeigte sich, dass die Personen in der höchsten Quartile 75 Prozent weniger wahrscheinlich starben als jene Teilnehmer in den niedrigeren drei Quartilen. Anders gesagt, war das relative Sterberisiko bei Personen mit einem niedrigeren O3I-Wert rund vier Mal so hoch.

Weitere Studien erforderlich

Laut Forschungsleiter Arash Asher vom Cedars-Sinai Medical Center http://cedars-sinai.org entspricht diese Pilotstudie zwar nicht den Schwellenwerten für eine statistische Signifikanz, jedoch lege sie gemeinsam mit vielfachen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dringend nahe, dass diese über die Nahrung aufnehmbaren marinen Fettsäuren dabei helfen können, das Risiko negativer Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern. Größere Studien seien zur Bestätigung dieser vorläufigen Ergebnisse nötig.

Verlängerter Lockdown nach gestrigen Corona-Gipfel

Corona-Gipfel: Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown. (Bild: Wikipedia)

Am gestrigen Dienstag fand die letzte Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundeskanzlerin statt. Das am späten Abend gegen 22 Uhr nach einer Marathonsitzung im Kanzleramt verkündeten Ergebnis ist für mich wenig überraschend gewesen.

Heißt es doch wie zu erwarten war, dass der derzeitige Lockdown verlängert wird. Genau genommen geht die Verlängerung bis zum 14. Februar. Bis dahin sollen die Kitas und Schulen weiterhin geschlossen bleiben. Für systemrelevante Berufsgruppen mit Kindern gibt es weiterhin eine Notbetreuung.

Medizinische Masken
Neu ist die bundesweite Pflicht zum Tragen von medizinischen OP- oder FFP2-Masken (ohne Ventil) beim Einkaufen oder im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr. Die medizinische Maskenpflicht, welche bereits zuvor im vom Erreger SARS-CoV-2 stark betroffen in Bayern eingeführt wurde, gilt nun bundesweit. Somit gehören Tücher, Schals und selbst genähte Masken der Vergangenheit an.

Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)

Home-Office-Pflicht
Klarheit gibt es nun auch in Sachen Home-Office für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel beschlossen, dass Arbeitnehmer einen weitgehenden Anspruch auf Home-Office haben.

Hierzu soll das Bundesarbeitsministerium nun eine entsprechende Verordnung erlassen, welche bis 15. März diese Jahresgültigkeit hat. Daher müssen künftig Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten aus dem Home-Office überall dort ermöglichen, wo es das Tätigkeitsfeld zulässt. So sollen Kontakte am Arbeitsort sowie auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden.

Virus-Mutationen
Als Grund für die Verlängerung des Lockdowns und die weiteren Maßnahmen führte die sichtlich gehetzt wirkende Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Abend die aggressiven neuen Virus-Mutationen an. Insbesondere die Sars-CoV-2 Virus-Mutation B.1.1.7 welche inzwischen in Großbritannien und Irland die Pandemie zu dominieren scheint bereiten der Kanzlerin und den Experten Sorgen. Der Virologe Christian Drosten hält es für möglich, die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation noch einzudämmen. Entscheidend ist das Verhalten der Bürger, um der Verbreitung der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 einhalt zu gebieten.

Kitas & Schulen
Galten Kindertagesstätten laut der „Corona-KiTa-Studie“ bisher nicht als Pandemietreiber, scheint die Mutation B.1.1.7 sich hier anders zu verhalten als die vorherigen Varianten. Zudem besteht, durch die höhere Ansteckungsgefahr das Risiko bisherigen Erfolge zu verspielen.

Daher bleiben auch die Kindertagesstätten und Schulen bis mindestens zum 14. Februar geschlossen. Was wiederum die Eltern, allen voran Alleinerziehende hart trifft. Denn mit einem Kleinkind im Haus ist das Home-Office oftmals, Verfügung hin oder her eine reine Illusion.

Fazit
Mein Fazit, des gestrigen Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt ist, dass man nur hoffen kann, dass die Lage alsbald in den Griff bekommen wird. Denn allmählich schwindet die Energie und Kraft, diese seit bald einem Jahr anhaltende Krise bewältigen zu können. Ich finde, dass einige Maßnahmen wie z. B. die Pflicht für die Nutzung von medizinischen Masken oder der zum Home-Office schon spätestens im September des letzten Jahres hätten starten müssen.

Ich wünsche allen, dass Ihr gesund und mir gewogen bleibt!

Euer

Hauptstadt-Papa

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