Die Sorgen vor einem Corona-Herbst steigen

Bild vom 17. Juni auf Berlin. (Bild: Unsplash/Adam Vradenburg)

Laut dem ARD-Deutschland-Trend lässt die Sorge um die Corona-Pandemie die Menschen nicht los. Die Mehrheit der Befragten befürchtet laut der ARD-Umfrage steigende Infektionszahlen mit der Delta-Variante im Herbst. Damit einher geht auch die Sorge um die Entwicklung der Kinder.

Daher ist es umso wichtiger, dass bis dahin so viel Menschen wie möglich voll geimpft sind. Nur so lässt sich der Gefahr eines Corona-Herbstes begegnen. Durch den Tagesspiegel Beitrag hatte sich unter anderem eine Praxis vom Ku’damm, das Berliner Impfzentrum in der “Arena” und ein Mitarbeiter des Landkreis Märkisch-Oderland bei mir gemeldet.

Allen gemein ist, dass es für sie kein Problem ist, Alleinerziehende auch im Beisein ihrer Kinder gegen Corona zu impfen. Im Landkreis Märkisch-Oderland können sich alleinerziehende zudem auch mit dem Impfstoff Johnson & Johnson impfen lassen, welcher nur einen Impftermin erfordert.

Zudem habe ich einen offenen Brief an die Senatsverwaltung für Gesundheit geschrieben. In diesem verlange ich Aufklärung darüber, wie viele der nicht wahrgenommen Termine in den Berliner Impfzentren Alleinerziehende betreffen. Zudem will ich wissen, wie viele Alleinerziehende aufgrund der Abweisung die evtl. lebensrettende Corona-Impfung verweigert wurde.

Denn nur mit einer breiten Impfung der Bevölkerung lässt sich die Ausbreitung des Coronavirus in Deutschland eindämmen. Um das Virus in Gänze zu bekämpfen und weitere Mutationen zu verhindern, muss zudem mehr Impfstoff auch an die ärmeren und ärmsten Länder dieser Welt geliefert werden. Zur Not auch kostenfrei, denn nur mit weltweiter flächendeckender Impfung lässt sich die weitere, gefährliche Mutation des Erregers bremsen!

Die Corona-Inzidenz in Deutschland: Ende des Sinkfluges

Der deutsche Sinkflug der Inzidenz ist vorerst beendet. Die Inzidenz war gestern erstmals seit Langem gestiegen. Zwar auf geringfügigem niedrigem Niveau von 4,9 auf 5. Doch vom Sinkflug der Inzidenz kann keine Rede mehr sein. Und auch der R-Wert liegt seit Freitag über 1, das ist so hoch wie seit zwei Monaten nicht mehr. Damit steckt ein Mensch durchschnittlich mehr als einen Weiteren an. Ein weiteres Indiz dafür, dass sich das Coronavirus keinesfalls vorbei ist, sondern sich weiter ausbreitet. Die Wahrscheinlichkeit ist zudem groß, dass es sich um die aggressive und dominante Delta-Variante des SARS-CoV-2 Erregers handelt.

Umso besorgniserregender ist es, dass vor allem Alleinerziehende und Kinder oftmals noch keine Chance auf eine Corona-Impfung hatten. Hier braucht es nicht viel Fantasie, um sich vorzustellen, welche “Mitbringsel” nach den Ferien in den Kitas ausgetauscht werden.
Luftreiniger könnten helfen, zumal dann, wenn es für offene Fenster vom Herbst an zu kalt sein dürfte. Der Berliner Senat hatte deshalb am 9. Februar dieses Jahres eine öffentliche Finanzierung für solche Geräte, auch für Kitas angekündigt.
Luftreiniger für Kitas: Grau ist alle Theorie

Die Berliner Realität sieht nach Informationen des Tagesspiegel ganz anders aus. Besorgte Eltern hatten den Berliner Kita-Eigenbetrieb „SüdOst“ um die Beschaffung solcher Luftreiniger gebeten – und boten ersatzweise auch gleich eine Eigenfinanzierung an. Doch die Stadträte Gernot Klemm (Treptow-Köpenick, Linke) und Falko Liecke (Neukölln, CDU), der eine Aufsichtsführender von „SüdOst“, der andere Vorsitzender des Verwaltungsrats, denkt nicht daran und husteten den besorgten Eltern was:

So schrieb der Lineke Gernot Klemm aus Treptow-Köpenick auch im Namen seines Kollegen Liecke von der CDU in einer Mail, dass

 „eine Beschaffung von Luftfiltergeräten nicht erfolgt“.

„Die Beantragung von Fördermitteln wäre sicher möglich, würde jedoch nur einen Teil der Kosten abdecken und nicht alle Kitas könnten vollständig ausgestattet werden. Seit Gründung des Eigenbetriebs hat aber die Gleichbehandlung aller unserer Kitas in Neukölln und Treptow Köpenick oberste Priorität“, so Gernot Klemm von der “Linken”.

Gernot Klemm, die Linke

Anders ausgedrückt, wenn die Rettungsringe nicht für alle reichen, wird eben gar keiner vom sinkenden Schiff gerettet. Das ist mal eine harte Nuss!

In Deutschland sind die Inzidenz-Werte erstmals seit Langem wieder gestiegen. Kein Grund zur Panik oder für einen Lockdown. Aber vielleicht auch keiner für eine Fußball-EM mit körperlich anwesenden Fanmassen. Und ganz bestimmt auch kein Grund, Bildungseinrichtungen und Kitas dabei zu helfen sich, auf den Herbst vorzubereiten. Zum Beispiel durch das Verweigern von Luftfiltern oder das beharrliche Verschlafen ihrer Anschaffung.

Wenn das Impfen mit Kind in Berlin zur Odysee wird!

Eine behandschuhte Hand gibt einem Impfling Spritze.

Es hätte so schön laufen können! Vor circa einer Woche hatte ich über die Berliner Impfhotline (030 – 9028 2200) meine Termine für die persönliche Corona-Impfung im Impfzentrum Tegel TXL bekommen. So weit, so gut.

Am Dienstag, den 29. Juni um 14:45 Uhr sollte ich dort meine erste Dosis des Biontech Vakzines erhalten. Der Mitarbeiter an der Impfhotline hatte mich zuvor noch gefragt, ob ich vor Ort irgendwelche Hilfestellungen benötige. Dieses konnte ich guten Gewissens verneinen. Ich sagte noch, dass ich als Alleinerziehender nur den Kinderwagen samt Kleinkind dabei habe und dieser wendig genug ist. Die knappe Antwort des Hotline Mitarbeiters war „klasse“.

Es ist Dienstag. Am Tag der Impfung machten wir uns rechtzeitig auf den Weg zum Berliner Impfzentrum “TXL” in Tegel. So waren wir circa 20 Minuten früher dort, als nötig. Die Anfahrt mit der BVG war gut organisiert. Mit dem Bus 109, dem früheren Flughafenzubringer bis zum ehemaligen Frachtzentrum, dass jetzt „General-Ganeval-Brücke“ heißt. Dort steigt man dann in einen der bereitstehenden Shuttle-Busse, die einen direkt bis zum Impfzentrum im ehemaligen Terminal C bringen. So weit war alles top!

Als ich am Impfzentrum ankam, staunte ich nicht schlecht über die Menschenmassen, die dort in U-Form in einer Schlange standen. Die Menschenschlange aus mehreren hundert Impfwilligen nahm die gesamte Straße in Anspruch, nahezu das ganze Areal ein. Die Security deutete an, mit dem Kinderwagen weiter vorzugehen, wo es einen speziellen Eingang gibt. An diesem Eingang angekommen, waren es immer noch 15 Minuten bis zu meinem geplanten Piecks im Oberarm. In Gedanken fragte ich mich, ob ich es in den verbleiben 15 Minuten noch schaffe bis zum impfenden Arzt zu kommen.

Der Schock als Vater: Keine Kinder erlaubt!

Dann kam die böse Überraschung, in Form eines Mitarbeiters des vom DRK betriebenen Impfzentrums. Der Mitarbeiter verweigerte mir wegen meines Kindes den Zugang zum Impfzentrum. Auf meinen Protest hin gab dieser vor, der Teamleiter zu sein und weigerte sich, den Vorgang an die nächsthöhere Stelle zu eskalieren.

Durch die offensichtliche Diskriminierung des Mitarbeiters des Impfzentrums TXL wurde ich schlichtweg um meine Impfung gebracht. Der Mitarbeiter brüstete sich gar damit, dass er schon tags zuvor eine Mutter mit Kind abgewiesen hatte. Da eine solch dreiste Diskriminierung ganz klar ein öffentliches Interesse darstellt, schaltete ich noch vor Ort die Kollegen der Presse ein. So kam es, dass Tagesspiegel heute schon online und in der morgigen Printausgabe über den Fall des vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Müggelspree betreibenden Impfzentrums am ehemaligen Flughafen Tegel berichtet.

Ich bin traurig und erbost zugleich, dass eine gemeinnützige Institution wie das DRK in Berlin es nicht schafft, Mütter und Väter mit Impftermin dabei vor Ort zu unterstützen, wenn diese alleinerziehend und berufstätig keine Chance haben, ihre Kleinen anderweitig betreuen zu lassen. Davon abgesehen, dass 2 Stunden und mehr reguläre Wartezeit für Impfwillige mit einem festen Termin in gleißender Sonne bereits eine Zumutung an sich darstellen, ist es nicht verständlich und schon gar nicht hinnehmbar, als Alleinerziehender unverrichteter Dinge ohne Impfschutz und ohne neuen Termin wie ein räudiger Hund vom Hof gescheucht zu werden.

Coronavirus: Bundestag lockert Maskenpflichten für Kinder

Zwei spielende Kinder mit Maske auf einer grünen Wiese.

Der Bundestag hat zwar jüngst eine gelockerte Maskenpflichten für Kinder beschlossen, dennoch wird uns leidige Thema noch eine ganze Weile begleiten. Kleinkinder und Jugendliche zwischen sechs und 16 Jahren dürfen in Bussen und Bahnen künftig auch nur eine einfache OP-Maske tragen. So hat es der Bundestag in einer Neufassung des Infektionsschutzgesetzes beschlossen.

Eine blaue OP-Maske vor einem schwarzem Hintergrund.
Gelockerte Masken Regelung für Kinder bis 16 Jahre. Auch OP-Masken sind okay. (Bild: Unsplash/Mark König)

Für alle Anderen ändert sich jedoch nichts bei der Maskenpflicht. Grund genug, sich dem Thema hier einmal in einem ausführlichen Blogbeitrag zu widmen, denn ich habe höchst unterschiedliche Erfahrungen mit den OP-Masken und den verschiedenen FFP2-Masken gemacht. 

Kleine Maskenkunde

Seitdem die (selbst) genähten Alltagsmasken seit Beginn des Jahres passé sind und auch immer mehr FFP2-Masken am Markt verfügbar waren, wurden diese an immer mehr Orten zur Pflicht. Das ist auch gut so! 

Denn FFP2-Masken ohne Ventil schützen anders als die OP-Masken auch den Maskenträger vor der Gefahr, sich über Aerosole in der Luft mit dem SARS-CoV-2 Erreger zu infizieren. Natürlich wird vorausgesetzt, dass die Maske passt und dicht am Gesicht anliegt! 

Eine aufgeklappte FFP2-Maske vor weißem Hintergrund.
FFP2-Masken ohne Ventil schützen den Träger und die anderen. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Hier ist meiner Meinung nach leider auch das größte Problem bei den FFP2-Masken zu verorten. Denn die meisten dieser recht teuren Masken passen nicht richtig und viele sind zudem von minderer Qualität. Wie es auch die Stiftung Warentest dieses Jahr festgestellt hat.

Von preiswert bis teuer

Mehre blaue OP-Masken auf einer grauen Schreibtischplatte.
Die preiswerten OP-Masken halten die eigenen Aerosole zurück, schützen aber kaum den Träger. (Bild: HauptstadtPapa.com)

So hatte ich mit den 150 von mir zu Beginn der Pandemie bestellten preiswerten OP-Masken (ca. 0,09 € je Stück) am wenigsten Probleme gehabt. Anders jedoch mit den verschiedenen, teils sehr teuren FFP2-Masken. 

Verpackte FFP2-Maske auf weißem Hintergrund.
Mehre der 40 bestellten FFP2-Masken hatte defekte Gummibändern. Zudem passten sie nur nicht gut. (Bild: Siegmund Care GmbH)

Im Januar dieses Jahres hatte ich mir 40 Exemplare einer FFP2-Maske in Form eines „Kaffeefilters“ für knapp 1,90 Euro das Stück bestellt. Als das Paket mit der Ware bei mir eintraf, musste ich feststellen, dass sich bei einigen Masken bereits die Gummibänder in der Plastikhülle von der Maske gelöst hatten. Das spricht nicht gerade für gute Qualität. Gleich bei der ersten dieser Masken, die ich aufsetze, löste sich keine Minute später das Gummiband. Also reklamierte ich die Masken beim Händler.

Eine der FFP2-Masken, bei der das Gummiband schon vor der ersten Nutzung abgegangen ist. (Bild: HauptstadtPapa.com)

Als dann die Aktion mit den Gutscheinen der Bundesregierung kam, holte ich mir die FFP2-Masken in der Apotheke. Leider konnte keine der angefragten Apotheken den Testsieger der Stiftung Warentest, die „3M Aura 9320+“ liefern. Daher entschied ich mich gezwungenermaßen für eine Modellvariante, die etwas an ein Schnabeltier erinnert und laut der Apotheke auch für Brillenträger geeignet sein soll. Wenig später erfuhr ich, dass die Apotheker für jede Maske 6,- Euro von der Bundesregierung bekommen.

Das Geschäft mit den Masken

Bis heute ist mir schleierhaft, wieso man in den Apotheken angeblich nicht die von der Stiftung Warentest empfohlene Aura 9320+ von 3M liefern konnte. Denn im Internet konnte man das Model des amerikanischen Marktführers vor der Pandemie ohne Probleme für um die 3,50 Euro das Stück kaufen. 

Wahrscheinlich wären die Gewinnmargen für die Apotheker „zu gering“ ausgefallen. Denn im Einkauf zahlen diese zwischen 0,70 bis 1,50 Euro für jede dieser Masken. Was einen Verkaufspreis von 6 Euro das Stück einen enormen, staatlich garantierten Gewinn von 4,50 bis 5,70 Euro für die Apotheker bedeutet. Daran dürfte sich der eine oder andere Apotheker gesundgestoßen haben.

Eigeninitiative 

Da auch die “Schnabeltier Masken” nicht wirklich gut passten und daher die Sonnenbrille immer beschlug, war ich froh, dass ich nicht allzu viel von diesen Masken gekauft hatte. Es war also Eigeninitiative gefordert. Ein genereller Nachteil von gefühlt 99 % aller Masken ist das alle nur viel zu kurze Gummibänder haben, welche man immer über die Ohren ziehen muss. Was auf kurz oder lang jedes Mal zu schmerzenden Ohrläppchen führt. 

Die 3M-Maske Aura 9320+ erhielt als einzige von der Stiftung Warentest gestatte Maske ein “Geeignet”. (Bild: 3M)

Anders hier die einzige FFP2-Maske, die im Test der Stiftung Warentest ein „Geeignete“ erhielt. Denn 3M-Maske Aura 9320+ wird mit zwei Gummibändern hinter dem Kopf fixiert. Kurzentschlossen richtete ich mir beim Vergleichsportal idealo.de einen Preiswecker für die 3M Aura 9320+ ein, welcher Ende April anschlug. 10 Stück der 3M Aura 9320+ für „nur“ 22,77 Euro (2,27 Euro pro Maske).

Positive Überraschung

Schon am nächsten Tag war das Paket mit der bestellten Ware bei mir. Alle Masken waren in einem großen Klarsichtbeutel verpack. Dazu war jede Einzelne noch mal separat eingeschweißt. Als ich die erste Maske zum Ausprobieren ausgepackte, fiel mir der starke Geruch der 3M-Maske auf, sodass ich sie gleich wieder abgesetzt und zum Ausdünsten in den Flur gehängt habe.

 Als ich die Maske 1-2 Tage später zum Besuch des Wochenmarktes aufgesetzt habe, war der chemisch anmutende Gestank verschwunden und ich war sehr positive vom Sitz der Aura 9320+ überrascht. Die Passform der Testsieger FFP2-Maske ist super! So hat die Maske z. B. am Nasenbügle eine Schaumstoffpolsterung, die die Maske dicht abschließen lässt, sodass auch die Sonnenbrille beim Tragen der Maske nicht beschlägt. Das besagte Schaumstoffpolster habe ich übrigens im Verdacht, für den Gestank verantwortlich zu sein.

Mein Fazit: 

Allen Verheißungen von Impfung und den Versprechungen der Politik von Lockerung zum Trotz bin ich der Überzeugung, dass uns die FFP2-Masken im Alltag noch lange erhalten bleiben. Ich bin froh, eine gut passende Maske gefunden zu haben. 

Die 3M-Maske ist zwar nicht gerade preiswert und muss immer vorher auslüften, aber das nehme ich bereitwillig in Kauf, denn ich habe jetzt endlich eine komfortable Maske gefunden, die sich sicher mit Gummibändern hinter dem Kopf fixieren lässt und zudem gut an das Gesicht anpasst, sodass ich diese auch über längere Zeit problemlos tragen kann. 

Wie sind Eure Erfahrungen mit OP- und FFP2-Masken? Schreibt mir über Eure Erlebnisse mit den medizinischen Masken hier im Kommentar oder Facebook und Twitter. 

Ich wünsche Euch eine schöne Woche, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown

Der Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Allzu Grau ist all die Theorie, dass man zu Hause die Kleinkinder betreuen, parallel Heimunterricht (auch englisch Homeschooling genannt) macht und nebenher noch im Home-Office schaffen kann.

In fast allen Bundesländern gilt inzwischen seit letztem Montag der neue, verschärfte und verlängerte Lockdown, indem Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Nur für systemrelevante Berufe gibt es wieder eine in den Stunden reduzierte Notbetreuung an den Schulen und Kindertagesstätten.

Beim Unterricht zu Hause im Vergleich zum Unterricht in der Schule gibt es jedoch riesen Unterschiede. Sind Grundschulkinder regulär im Schnitt fünfmal die Woche für 5-6 Schulstunden a 45 Minuten in der Schulte, wo sie optimal und fokussiert lernen können. Bleibt beim Heimunterricht ein Großteil des Stoffs und circa 1/3 der Kinder auf der Strecke.

„Das sind Aufgaben für Zweitklässler“

(Tochter einer bekannten Oberärztin)

Jüngst erfuhr ich von einer Bekannten Mutter und leitende Ärztin in einem Krankenhaus, dass die fast 10-jährige Tochter in der Grundschule kaum noch gefordert wird. Zwar gibt es ein bis zwei Zoomkonferenzen a 20 Minuten die Woche, aber die Hausaufgaben Aufgaben, welche die Klassenlehrerin der 4. Klasse mitgibt, sind oft so wenig einfach und gehalten, dass die Tochter selbst sagt, dass es Aufgaben für Zweitklässler sein.

Gut, der Einwand, dass ein Akademiker-Kind, das auch sonst keine Probleme in der Schule hat, diese Aufgaben schnell erledigt hat, mag zutreffen. Wie aber muss es Kindern in bildungs- und sozialschwachen Familien gehen, wo es oft genug sogar am nötigen Equipment bzw. dem entsprechend schnellen Internetzugang fehlt?

„Der Coronavirus bedingten Schulausfall kostet uns 3,3 Billionen Euro“

Quelle: Handelsblatt

Zwar sehe ich die Kosten von 3,3 Billionen Euro für den Coronavirus bedingten Schulausfall nicht, den das ifo Institut und das Handelsblatt hier propagiert. Dennoch dürften viele Kinder, die es so schon nicht einfach haben, auf der Strecke bleiben. Von den Auswirkungen der fehlenden sozialen Kontakte mal ganz zu schweigen.

JA zu Kontaktbeschränkungen
Ich halte den Großteil der von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen für richtig! Auch wenn die Kontaktbeschränkungen die Kinder besonders hart triff, sind diese das einzige probate Mittel, dem mutierenden Virus Herr zu werden!

„Die Maßnahmen werden immer härter, je unvernünftiger die Menschen sich verhalten!“

Unbekannte Passantin im TV-Beitrag.

15-Kilometer-Regelung
Für weniger sinnvoll, halte ich die 15-Kilometer-Regelung in Gebieten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Hier sollen sich die Menschen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürfen. Aufnahmen sind nur bei triftigem Grund möglich, wie zum Beispiel den Weg zur Arbeit.

Die Idee dahinter ist ja nicht doof. Eine derartige Regelung gilt aktuell bereits in Sachsen. Doch ist es illusorisch zu glauben, dass sich eine solche Regelung sich auch wirklich auf die Einhaltung hin kontrollieren lassen würde. Mal ganz von Menschen in ländlichen Regionen abgesehen, bei denen schon der nächste Supermarkt weiter als 15 Kilometer entfernt ist.

Um so wichtiger ist es, dass man jetzt die Kontaktbeschränkungen konsequent umsetzt und nicht zu früh lockert! Damit wir die negativen Folgen für uns und unsere Kinder so gering wie möglich halten. Um später wieder gestärkt und geimpft etwas mehr Normalität wagen können!

Bis dahin wünsche ich Euch ein erholsames Wochenende. Behaltet die Nerven, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko beeinflussen

Forschung: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko bei Covid-19 beeinflussen. (Bild: iXimus/Pixabay)

Forscher des Fatty Acid Research Institute (FARI) haben herausgefunden, dass eine höhere Omega-3-Konzentration im Blut das Sterberisiko aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus Erreger SARS-CoV-2 verringern kann.

In der Fachliteratur gibt es bereits einige Studien, die von der Hypothese ausgegangen sind, dass Omega-3-Fettsäuren bei einer COVID-19-Infektion positive Auswirkungen haben könnten, bisher wurden jedoch keine von Experten geprüften Studien veröffentlicht, die diese Annahme stützen.

Die Studie basiert auf Daten von 100 Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die bei der Aufnahme entnommenen Blutproben wurden aufbewahrt und ausgewertet. Die klinischen Ergebnisse dieser Patienten wurden gesammelt und das Blut auf Omega-3-Index (O3I) hin untersucht. 14 der Patienten verstarben. Die Forschungsergebnisse wurden in “Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids” veröffentlicht.

Die Patienten wurden entsprechend O3I in Quartile von 25 Prozent aufgeteilt. In der obersten Quartile kam es zu einem Todesfall. In dieser Gruppe lag der O3I-Wert höher als 5,7 Prozent. Bei den verbleibenden Patienten kam es von 75 Personen zu 13 Todesfällen. Der O3I-Wert lag hier unter 5,7 Prozent. Bei den auf Alter und Geschlecht angepassten Regressionsanalysen zeigte sich, dass die Personen in der höchsten Quartile 75 Prozent weniger wahrscheinlich starben als jene Teilnehmer in den niedrigeren drei Quartilen. Anders gesagt, war das relative Sterberisiko bei Personen mit einem niedrigeren O3I-Wert rund vier Mal so hoch.

Weitere Studien erforderlich

Laut Forschungsleiter Arash Asher vom Cedars-Sinai Medical Center http://cedars-sinai.org entspricht diese Pilotstudie zwar nicht den Schwellenwerten für eine statistische Signifikanz, jedoch lege sie gemeinsam mit vielfachen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dringend nahe, dass diese über die Nahrung aufnehmbaren marinen Fettsäuren dabei helfen können, das Risiko negativer Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern. Größere Studien seien zur Bestätigung dieser vorläufigen Ergebnisse nötig.

Verlängerter Lockdown nach gestrigen Corona-Gipfel

Corona-Gipfel: Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown. (Bild: Wikipedia)

Am gestrigen Dienstag fand die letzte Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundeskanzlerin statt. Das am späten Abend gegen 22 Uhr nach einer Marathonsitzung im Kanzleramt verkündeten Ergebnis ist für mich wenig überraschend gewesen.

Heißt es doch wie zu erwarten war, dass der derzeitige Lockdown verlängert wird. Genau genommen geht die Verlängerung bis zum 14. Februar. Bis dahin sollen die Kitas und Schulen weiterhin geschlossen bleiben. Für systemrelevante Berufsgruppen mit Kindern gibt es weiterhin eine Notbetreuung.

Medizinische Masken
Neu ist die bundesweite Pflicht zum Tragen von medizinischen OP- oder FFP2-Masken (ohne Ventil) beim Einkaufen oder im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr. Die medizinische Maskenpflicht, welche bereits zuvor im vom Erreger SARS-CoV-2 stark betroffen in Bayern eingeführt wurde, gilt nun bundesweit. Somit gehören Tücher, Schals und selbst genähte Masken der Vergangenheit an.

Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)

Home-Office-Pflicht
Klarheit gibt es nun auch in Sachen Home-Office für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel beschlossen, dass Arbeitnehmer einen weitgehenden Anspruch auf Home-Office haben.

Hierzu soll das Bundesarbeitsministerium nun eine entsprechende Verordnung erlassen, welche bis 15. März diese Jahresgültigkeit hat. Daher müssen künftig Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten aus dem Home-Office überall dort ermöglichen, wo es das Tätigkeitsfeld zulässt. So sollen Kontakte am Arbeitsort sowie auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden.

Virus-Mutationen
Als Grund für die Verlängerung des Lockdowns und die weiteren Maßnahmen führte die sichtlich gehetzt wirkende Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Abend die aggressiven neuen Virus-Mutationen an. Insbesondere die Sars-CoV-2 Virus-Mutation B.1.1.7 welche inzwischen in Großbritannien und Irland die Pandemie zu dominieren scheint bereiten der Kanzlerin und den Experten Sorgen. Der Virologe Christian Drosten hält es für möglich, die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation noch einzudämmen. Entscheidend ist das Verhalten der Bürger, um der Verbreitung der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 einhalt zu gebieten.

Kitas & Schulen
Galten Kindertagesstätten laut der „Corona-KiTa-Studie“ bisher nicht als Pandemietreiber, scheint die Mutation B.1.1.7 sich hier anders zu verhalten als die vorherigen Varianten. Zudem besteht, durch die höhere Ansteckungsgefahr das Risiko bisherigen Erfolge zu verspielen.

Daher bleiben auch die Kindertagesstätten und Schulen bis mindestens zum 14. Februar geschlossen. Was wiederum die Eltern, allen voran Alleinerziehende hart trifft. Denn mit einem Kleinkind im Haus ist das Home-Office oftmals, Verfügung hin oder her eine reine Illusion.

Fazit
Mein Fazit, des gestrigen Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt ist, dass man nur hoffen kann, dass die Lage alsbald in den Griff bekommen wird. Denn allmählich schwindet die Energie und Kraft, diese seit bald einem Jahr anhaltende Krise bewältigen zu können. Ich finde, dass einige Maßnahmen wie z. B. die Pflicht für die Nutzung von medizinischen Masken oder der zum Home-Office schon spätestens im September des letzten Jahres hätten starten müssen.

Ich wünsche allen, dass Ihr gesund und mir gewogen bleibt!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf Kinder

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder. (Bild: BBC Creative/Unsplash)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Kontaktbeschränkungen, strenge Regeln an den Kitas, in den Schulen oder bei der Kinderbetreuung im Homeoffice schon fast zur Normalität geworden. Doch wie sehr belastet diese Situation Kinder wirklich, und was können Eltern unternehmen, um ihrem Kind entsprechend beizustehen?

Eines kann vorweggesagt werden, die derzeitige Situation stellt jedenfalls eine psychische Belastung und Herausforderung für Kinder, genauso wie für Erwachsene dar. Eine Studie, die am Hamburger Universitätsklinikum durchgeführt wurde, und die sich mit der seelischen Gesundheit von Kindern während der Pandemie beschäftigte, zeigte eindeutige Ergebnisse.

Es konnte festgestellt werden, dass es bei Kindern keinen allgemein typischen Reaktionsmechanismus gibt, der bei jedem Kind auf gleiche Weise zum Vorschein tritt. Jedes Kind reagiert anders auf die Situation, weshalb auch die Symptome unterschiedlich verlaufen.

Zu den häufigsten Auswirkungen gehören demzufolge Konzentrationsschwäche, Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit, und sogenannte Zwangshandlungen. Zwangshandlungen treten immer dann auf, wenn seelische Unruhe und Ängste vorherrschen.

Diese Handlungen verschaffen ein vermeintliches Gefühl an Sicherheit und tragen zur Stabilisierung der emotionalen Verfassung bei. So zeigten sich diese Zwangshandlungen in Kindern insbesondere in einem verstärkten Kontrollieren der Kinderzimmertüre, ob diese abgeschlossen ist oder das Fenster verriegelt ist. Einige Kinder wuschen sich während der Studie krampfhaft und übermäßig oft die Hände. So konnte man feststellen, dass vor allem Sauberkeits- und Sicherheitszwänge im Zusammenhang mit der Pandemie auftreten.

Ein weiterer Faktor, der in diesem Kontext beachtet werden muss, ist das soziale und familiäre Umfeld des Kindes. Seit Beginn der Pandemie ist das familiäre System der meisten Kinder sehr durcheinander geraten. Manche Eltern, welche in systemrelevanten Stellen tätig sind, hatten plötzlich viel mehr Arbeit und weniger Zeit für die Familie und die Kinder.

Andere Elternteile wiederum waren von Kurzarbeit oder sogar einem Jobverlust betroffen und verbrachten plötzlich viel mehr Zeit zuhause als zuvor. Man darf dabei nicht vergessen, dass sich die mentale Verfassung der Eltern auch auf die Kinder auswirkt, zumal es auch mehr zu Konflikten innerhalb der Familie kommen kann. Wie die Erwachsenen also auf die Krise reagieren, wirkt sich unmittelbar auf die Kinder aus, da Erwachsene ihre Vorbilder und sozusagen eine Orientierungshilfe darstellen.

Meine Tipps wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen!

Weiterhin Struktur im Alltag geben

Mit Beginn der Pandemie hat sich plötzlich der Alltag Ihres Kindes von einem Moment auf den anderen geändert. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, noch an einem strukturierten Tagesablauf festzuhalten. Hierbei sind To-Do-Listen besonders hilfreich, die eine kleine Orientierung und Motivation für die Erledigung der Aufgaben bieten.

Regelmäßige Bewegung

Auch wenn der Turnunterricht zurzeit nicht stattfindet, das Kind nicht mit anderen Kindern spielen darf und der Sportverein derzeit geschlossen ist – sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig, ausreichend Bewegung bieten. Denn das löst im Körper Glückshormone aus und leistet einen bedeutenden Beitrag zur mentalen Verfassung des Kindes.

Ermutigung und Wertschätzung vorleben

Die strengen Corona-Regeln bringen zahlreiche Herausforderungen mit sich. Sie sollten trotzdem eine offene und verständnisvolle Kommunikation mit Ihrem Kind pflegen und ihm eine positive Einstellung vorleben.

Konflikte emphatisch lösen

Wie bereits erwähnt, kann das vermehrte Zusammensein zu Reibereien in der Familie führen. Hier sollten Sie versuchen, Streitigkeiten mit Empathie zu lösen. Lehren Sie Ihrem Kind, mehr Mitgefühl und Verständnis anderen gegenüber aufzubringen, sodass es lernt, mit Konflikten besser umzugehen.

Die Corona-Pandemie stellt eine herausfordernde Zeit sowohl für Kinder als auch die Eltern selbst dar. Die hier vorgestellten Tipps sollen daher für jedes Elternteil eine kleine Unterstützung bieten, um mit dieser schwierigen Situation besser umgehen und richtig handeln zu können. Sind Sie jedoch mit der Situation zu überfordert und finden keinen Ausweg mehr, dann scheuen Sie nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bis demnächst bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Forschung: Glycyrrhizin neutralisiert Coronaviren

Glycyrrhizin kann Coronaviren neutralisieren. (Bild: iStock)

Wissenschaftler der Universität Essen haben in einer Studie nachgewiesen, dass Glycyrrhizin, ein Stoff aus der Süßholzwurzel, offenbar antiviral gegen das Coronavirus wirkt. Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel kommen vor allem in Lakritzen vor, für dessen Herstellung die Wurzel unabdingbar ist.  

Laut der Vorabausgabe der Studie, beobachtete das Forscherteam aus Nordrhein-Westfalen zunächst die antiviralen Effekte von Tee aus getrockneter Süßholzwurzel.

„Glycyrrhizin hemmt ein für die Virusvermehrung essenzielles Enzym, die virale Hauptprotease“.

Adalbert Krawczyk, Studienleiter in einer Mitteilung der Universität.

Strukturformel von Glycyrrhizin
Die Glycyrrhizin Strukturformel. (Grafik: Wikipedia)

Demnach haben Zellkulturversuche erwiesen, dass Glycyrrhizin eine starke antivirale Wirkung gegen Sars-CoV-2 entwickelt, so die Wissenschaftler in der Vorabausgabe der Studie. Dabei sei, so das Forscherteam, bereits die in Süßholzwurzeltee enthaltene Konzentration an Glycyrrhizin ausreichend gewesen, um die Viren in Zellkultur zu neutralisieren.

Noch fehlende klinische Studien
Eine Überprüfung der Wirksamkeit am Menschen in klinischen Untersuchungen steht noch aus.

Provokant gefragt, ist das Essen von Lakritzen die Lösung gegen das Coronavirus?

„Das kann man so pauschal nicht sagen. Übertreiben sollte man es sicher nicht: Die maximale Tagesdosis von Glycyrrhizin liegt bei 100 Milligramm, das entspricht je nach Sorte etwa 50 Gramm Lakritz“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

„Möglicherweise könnte der Konsum von Lakritz oder des Süßholzwurzelextrakts als Tee den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

Ansonsten gilt es nach wie vor, die AHA-Regeln einzuhalten und sich, sofern das irgend möglich ist, impfen zu lassen.

Abstand – Mindestens 1,5 Meter Abstand zu Mitmenschen halten.

Hygiene – Richtiges Husten und Niesen sowie die Hände regelmäßig waschen.

Alltagsmaske – Mund-Nasen-Schutz tragen.

Kommentar – zu den strengeren Kontaktbeschränkung

Kommentar - zu den strengeren #Kontaktbeschränkung (Bild: Element5 Digital/Unsplash)

Die neuen, strengeren Kontaktbeschränkung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie welche, am vergangenen Dienstag, den 5. Januar 2021 von Bund und Ländern beschlossen worden sind, gelten auch für Kinder. Die bisher geltenden Ausnahmen für Babys und Kleinkinder fallen damit ersatzlos weg.

Grund sind die nach wie vor hohen Infektionen mit dem Coronavirus im Land sowie die Gefahr durch die aggressivere, mutierte Virusvariante des SARS-CoV-2 Erregers aus Großbritannien. Zudem dürfte auch der leichtsinnige Umgang einiger weniger Tausend Menschen mit dem Coronavirus zu dessen Verbreitung beigetragen haben.

Eine Verschärfung der in Deutschland relativ leichten Einschränkungen war daher längst überfällig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach nach der Konferenz mit den Regierungschefs der Länder von Maßnahmen die „einschneidend“ seien. Alle seit dem 16. Dezember geltenden Maßnahmen werden nach einem Beschluss der Minister­präsidenten­konferenz am Dienstag bis zum 31. Januar 2021, verlängert und zum Teil ausgeweitet worden.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)

Insbesondere Familien mit Kindern sind von den verschärften Kontaktbeschränkungen besonders hart getroffen. So dürfen sich im privaten Bereich die Personen eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person (inkl. Babys/Kleinkinder) treffen, die nicht im selben Haushalt lebt. Auch fällt bis mindestens 31. Januar 2021 die Betreuung in den Kindergärten und der Präsenzunterricht an den Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen aus. All das stellt nicht nur Alleinerziehende Eltern vor große Herausforderungen. Zumal wie u. a. in Berlin die Lernplattformen Namens „Lernraum Berlin“ gar nicht oder nur schlecht funktionieren. 

Es beliebt daher abzuwarten, wie es dieser Tage mit den härteren Ausgangsbeschränkungen in Deutschland weitergehen soll, zumal man törichterweise die Sommerferien ungenutzt gelassen hat, anstatt sich auf die nächste Welle an Covid-19 Infeketionenwelle sinnvoll vorzubereiten. Nun muss alles wieder schnell “übers Bein gebrochen“ werden. Hier hätte man vieles besser machen können. Für Familien mit Kindern beliebt zu hoffen, dass man das Coronavirus bis Ostern soweit in den Griff bekommt, dass man langsam wieder daran denken kann, ein normales, geregeltes Leben mit Kindergarten, Schule und Freunden zu haben. Bis dahin müssen wir durchhalten und das Beste daraus machen!

Bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Kita – der ganz normale Corona-Wahnsinn!

Kita - die Eingewöhnung. (Bild: HauptstadtPapa)

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist in Deutschland viele Orts der Corona-Wahnsinn zum Alltag geworden. So rief mich letzte Woche Donnerstag-Mittag die Kita an, dass ich meine Tochter doch bitte abholen möge, da Sie eine laufende Nase, Husten und Fieber habe.

Worauf hin ich mich umgehend auf dem Weg zum Kindergarten gemacht habe. Gleichzeitig rief ich meinen Bruder an, der gerade auf der Autobahn auf dem Heimweg war, weil es uns zuvor für knapp eine Woche mit seiner Freundin besucht hatte. Die beiden haben die Nachricht unter lautem Motorengeräusch zur Kenntnis genommen. 

Danach versuchte ich die Corona-Hotline 030 / 90 28 28 28 des Berliner Gesundheitsamtes zu erreichen. Ein Durchkommen bei der Hotline gelang mir jedoch erst als ich bereits vor dem Gebäude der Kita stand. Die freundliche Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung empfahl mir, erst einmal mein Kind selber in Augenschein zu nehmen und dann ggf. denn Kinderarzt zu konsultieren.

Nachdem was mir die Erzieherin zuvor am Telefon geschildert hatte, wusste ich nicht wirklich was mich erwartet. Denn den Schilderungen nach müsste meine Tochter starken Husten und kräftiges Fieber haben. Eine laufende Nase hatte sie schon Tags zuvor, jedoch keines der anderen Symptome.

Als ich letzten Endes im Kindergarten war, erfuhr ich von den anwesenden Erzieherinnen, dass meine Tochter (lediglich) eine Körpertemperatur von 37,4 °C hat. Zwar hustete meine Tochter in der Tat ein wenig, aber von einer erhöhten Körpertemperatur oder gar Fieber konnte hier ganz sicher nicht die Rede sein!  Zudem sagte man mir, dass meine Tochter sich auffällig träge und appetitlos verhalten habe. 

Dieses war aber klar nachvollziehbar und wurde von mir schon am Morgen den Erziehern mitgeteilt, dass meine Tochter die Nacht nur sehr wenig geschlafen hat, weil sie soviel erlebt hatte. Zudem hat sie beim Frühstück ordentlich zugelangt und dreieinhalb Brötchen vertilgt. Kein Wunder also dass sie keinen wirklichen Appetit hatte, als es gegen 11 Uhr in der Kita Mittagessen gab.

Notgedrungen packte ich meine Tochter in den Kinderwagen und mache mich zu Fuß auf den Heimweg. Zu Hause angekommen habe ich als erstes selber an Stirn und Schläfen Fieber gemessen, mit dem Ergebnis von Temperaturen zwischen 36,4 und 37,0 °C – alles ganz normale Körpertemperatur! Abgesehen von dem sporadischen Husten 3-4-mal in der Stunde und der laufenden Nase konnte ich keinerlei Auffälligkeiten oder Veränderungen bei meiner Tochter ausmachen.

Am Nachmittag, als meine Tochter noch im Reich der Träume weilte, konnte ich kurz nach drei auch die Kinderarztpraxis telefonisch erreichen. Als ich der Sprechstundenhilfe das Problem und die Symptome kurz erläuterte, bestätigte sie meine Annahme, dass es sich nur um einen kleinen Schnupfen handelt. Von einem Besuch in der Praxis riet sie ab, da sonst die Gefahr bestand, dass meine Tochter sich noch was „richtiges“ einfängt.

Da ich Tags zuvor im Büro des Kindergartens niemand mehr telefonisch habe erreichen können, musste ich warten, bis die Kita-Leitung am nächsten Tag wieder im Haus ist. Nur so konnte ich erfahren, ob meine Tochter die bis auf den kleinen Schnupfen gesund ist,  am heutigen Freitag wieder in den Kindergarten kommen darf. 

Nachdem meine Tochter, wie sonst auch gegen 6 Uhr in der Früh quickfidel Bett stand und gefrühstückt hatte, gingen wir erst mal auf den Spielplatz damit das Kind beschäftigt ist. Schließlich wusste ich noch immer nicht, ob meine Tochter am heutigen Freitag in Kindergarten gehen darf oder nicht. 

Gegen halb zehn konnte ich endlich die Leiterin im Büro erreichen. Sie sagte, dass ich meine Tochter unter der Prämisse in den Kindergarten bringen könne, wenn sie kein Fieber und Husten hat. Da beides zutraf, brachte ich meine Tochter wieder in den Kindergarten. Nur um gegen 11:00 Uhr erneut einen Anruf aus der Kita zu erhalten. Meine Tochter würde stark husten und hätte eine laufende Nase, ich möge sich doch bitte aus der Kita abholen.

Also ließ ich wieder alles stehen und liegen und alte zum Kindergarten. Unterwegs rief ich schon mal beim Kinderarzt an um kurzfristig noch einen Termin zu bekommen. Die Sprechstundenhilfe sagte, dass wir bitte um 12 Uhr in der Praxis vorbeikommen sollten damit die Ärztin sich meine Tochter mal genauer anschauen kann.

Gesagt getan, war ich gegen kurz nach zwölf in der Kinderarztpraxis. Ebenfalls wie bereits erwartet, konnte die Ärztin bis auf einen leichten Schnupfen keinerlei Auffälligkeiten feststellen. Die Kinderärztin sagte mir jedoch, dass das Verhalten in den Kindergärten inzwischen der tägliche Corona Wahnsinn sei. Einen Corona Abstrich wollte sie aufgrund fehlender Symptome nicht machen. Das ist auch ganz in meinem Sinn! Die Kinder Ärztin hat mir für die kommende Woche eine Gesundschreibung mitgegeben. Sollten sich wider Erwarten irgendwelche Symptome zeigen soll ich bitte nochmals vorstellig werden.

Nun ist erst einmal, zum Leidwesen meiner Tochter, Wochenende und kein Kindergarten. Am Montag werden wir sehen, wie die Geschichte des Corona Wahnsinns in Berlin weitergeht. Ich habe ja sehr wohl Verständnis für die Kindergärten, dass die Leitung sicherstellen soll dass die Kinder unbeschadet bleiben, aber man kann auch in eine Art Panik verfallen die in der Entscheidung nicht mehr nachvollziehbar sind. Jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu behalten, was bei 36 °C an sich schon schwer wird. 

Bis dahin bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

HauptstadtPapa

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