Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown

Der Unterschied zwischen Theorie & Praxis im Lockdown. (Bild: Gerd Altmann/Pixabay)

Allzu Grau ist all die Theorie, dass man zu Hause die Kleinkinder betreuen, parallel Heimunterricht (auch englisch Homeschooling genannt) macht und nebenher noch im Home-Office schaffen kann.

In fast allen Bundesländern gilt inzwischen seit letztem Montag der neue, verschärfte und verlängerte Lockdown, indem Kitas und Schulen geschlossen bleiben. Nur für systemrelevante Berufe gibt es wieder eine in den Stunden reduzierte Notbetreuung an den Schulen und Kindertagesstätten.

Beim Unterricht zu Hause im Vergleich zum Unterricht in der Schule gibt es jedoch riesen Unterschiede. Sind Grundschulkinder regulär im Schnitt fünfmal die Woche für 5-6 Schulstunden a 45 Minuten in der Schulte, wo sie optimal und fokussiert lernen können. Bleibt beim Heimunterricht ein Großteil des Stoffs und circa 1/3 der Kinder auf der Strecke.

„Das sind Aufgaben für Zweitklässler“

(Tochter einer bekannten Oberärztin)

Jüngst erfuhr ich von einer Bekannten Mutter und leitende Ärztin in einem Krankenhaus, dass die fast 10-jährige Tochter in der Grundschule kaum noch gefordert wird. Zwar gibt es ein bis zwei Zoomkonferenzen a 20 Minuten die Woche, aber die Hausaufgaben Aufgaben, welche die Klassenlehrerin der 4. Klasse mitgibt, sind oft so wenig einfach und gehalten, dass die Tochter selbst sagt, dass es Aufgaben für Zweitklässler sein.

Gut, der Einwand, dass ein Akademiker-Kind, das auch sonst keine Probleme in der Schule hat, diese Aufgaben schnell erledigt hat, mag zutreffen. Wie aber muss es Kindern in bildungs- und sozialschwachen Familien gehen, wo es oft genug sogar am nötigen Equipment bzw. dem entsprechend schnellen Internetzugang fehlt?

„Der Coronavirus bedingten Schulausfall kostet uns 3,3 Billionen Euro“

Quelle: Handelsblatt

Zwar sehe ich die Kosten von 3,3 Billionen Euro für den Coronavirus bedingten Schulausfall nicht, den das ifo Institut und das Handelsblatt hier propagiert. Dennoch dürften viele Kinder, die es so schon nicht einfach haben, auf der Strecke bleiben. Von den Auswirkungen der fehlenden sozialen Kontakte mal ganz zu schweigen.

JA zu Kontaktbeschränkungen
Ich halte den Großteil der von der Bundesregierung ergriffenen Maßnahmen für richtig! Auch wenn die Kontaktbeschränkungen die Kinder besonders hart triff, sind diese das einzige probate Mittel, dem mutierenden Virus Herr zu werden!

„Die Maßnahmen werden immer härter, je unvernünftiger die Menschen sich verhalten!“

Unbekannte Passantin im TV-Beitrag.

15-Kilometer-Regelung
Für weniger sinnvoll, halte ich die 15-Kilometer-Regelung in Gebieten, in denen die 7-Tage-Inzidenz über 200 Fällen pro 100.000 Einwohner liegt. Hier sollen sich die Menschen nur noch in einem Umkreis von 15 Kilometern um ihren Wohnort bewegen dürfen. Aufnahmen sind nur bei triftigem Grund möglich, wie zum Beispiel den Weg zur Arbeit.

Die Idee dahinter ist ja nicht doof. Eine derartige Regelung gilt aktuell bereits in Sachsen. Doch ist es illusorisch zu glauben, dass sich eine solche Regelung sich auch wirklich auf die Einhaltung hin kontrollieren lassen würde. Mal ganz von Menschen in ländlichen Regionen abgesehen, bei denen schon der nächste Supermarkt weiter als 15 Kilometer entfernt ist.

Um so wichtiger ist es, dass man jetzt die Kontaktbeschränkungen konsequent umsetzt und nicht zu früh lockert! Damit wir die negativen Folgen für uns und unsere Kinder so gering wie möglich halten. Um später wieder gestärkt und geimpft etwas mehr Normalität wagen können!

Bis dahin wünsche ich Euch ein erholsames Wochenende. Behaltet die Nerven, bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko beeinflussen

Forschung: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko bei Covid-19 beeinflussen. (Bild: iXimus/Pixabay)

Forscher des Fatty Acid Research Institute (FARI) haben herausgefunden, dass eine höhere Omega-3-Konzentration im Blut das Sterberisiko aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus Erreger SARS-CoV-2 verringern kann.

In der Fachliteratur gibt es bereits einige Studien, die von der Hypothese ausgegangen sind, dass Omega-3-Fettsäuren bei einer COVID-19-Infektion positive Auswirkungen haben könnten, bisher wurden jedoch keine von Experten geprüften Studien veröffentlicht, die diese Annahme stützen.

Die Studie basiert auf Daten von 100 Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die bei der Aufnahme entnommenen Blutproben wurden aufbewahrt und ausgewertet. Die klinischen Ergebnisse dieser Patienten wurden gesammelt und das Blut auf Omega-3-Index (O3I) hin untersucht. 14 der Patienten verstarben. Die Forschungsergebnisse wurden in “Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids” veröffentlicht.

Die Patienten wurden entsprechend O3I in Quartile von 25 Prozent aufgeteilt. In der obersten Quartile kam es zu einem Todesfall. In dieser Gruppe lag der O3I-Wert höher als 5,7 Prozent. Bei den verbleibenden Patienten kam es von 75 Personen zu 13 Todesfällen. Der O3I-Wert lag hier unter 5,7 Prozent. Bei den auf Alter und Geschlecht angepassten Regressionsanalysen zeigte sich, dass die Personen in der höchsten Quartile 75 Prozent weniger wahrscheinlich starben als jene Teilnehmer in den niedrigeren drei Quartilen. Anders gesagt, war das relative Sterberisiko bei Personen mit einem niedrigeren O3I-Wert rund vier Mal so hoch.

Weitere Studien erforderlich

Laut Forschungsleiter Arash Asher vom Cedars-Sinai Medical Center http://cedars-sinai.org entspricht diese Pilotstudie zwar nicht den Schwellenwerten für eine statistische Signifikanz, jedoch lege sie gemeinsam mit vielfachen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dringend nahe, dass diese über die Nahrung aufnehmbaren marinen Fettsäuren dabei helfen können, das Risiko negativer Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern. Größere Studien seien zur Bestätigung dieser vorläufigen Ergebnisse nötig.

Verlängerter Lockdown nach gestrigen Corona-Gipfel

Corona-Gipfel: Nach dem Lockdown ist vor dem Lockdown. (Bild: Wikipedia)

Am gestrigen Dienstag fand die letzte Ministerpräsidentenkonferenz zusammen mit der Bundeskanzlerin statt. Das am späten Abend gegen 22 Uhr nach einer Marathonsitzung im Kanzleramt verkündeten Ergebnis ist für mich wenig überraschend gewesen.

Heißt es doch wie zu erwarten war, dass der derzeitige Lockdown verlängert wird. Genau genommen geht die Verlängerung bis zum 14. Februar. Bis dahin sollen die Kitas und Schulen weiterhin geschlossen bleiben. Für systemrelevante Berufsgruppen mit Kindern gibt es weiterhin eine Notbetreuung.

Medizinische Masken
Neu ist die bundesweite Pflicht zum Tragen von medizinischen OP- oder FFP2-Masken (ohne Ventil) beim Einkaufen oder im Öffentlichen-Personen-Nahverkehr. Die medizinische Maskenpflicht, welche bereits zuvor im vom Erreger SARS-CoV-2 stark betroffen in Bayern eingeführt wurde, gilt nun bundesweit. Somit gehören Tücher, Schals und selbst genähte Masken der Vergangenheit an.

Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine der FFP2-Maske gleiche amerikanische KN95-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)
Eine klassiche OP-Maske. (Bild: Markus Winkler/ Unsplash)

Home-Office-Pflicht
Klarheit gibt es nun auch in Sachen Home-Office für Arbeitnehmer und Arbeitgeber. Denn Bund und Länder haben beim Corona-Gipfel beschlossen, dass Arbeitnehmer einen weitgehenden Anspruch auf Home-Office haben.

Hierzu soll das Bundesarbeitsministerium nun eine entsprechende Verordnung erlassen, welche bis 15. März diese Jahresgültigkeit hat. Daher müssen künftig Arbeitgeber ihren Beschäftigten das Arbeiten aus dem Home-Office überall dort ermöglichen, wo es das Tätigkeitsfeld zulässt. So sollen Kontakte am Arbeitsort sowie auf dem Weg zur Arbeit reduziert werden.

Virus-Mutationen
Als Grund für die Verlängerung des Lockdowns und die weiteren Maßnahmen führte die sichtlich gehetzt wirkende Bundeskanzlerin Angela Merkel am gestrigen Abend die aggressiven neuen Virus-Mutationen an. Insbesondere die Sars-CoV-2 Virus-Mutation B.1.1.7 welche inzwischen in Großbritannien und Irland die Pandemie zu dominieren scheint bereiten der Kanzlerin und den Experten Sorgen. Der Virologe Christian Drosten hält es für möglich, die in Großbritannien entdeckte Corona-Mutation noch einzudämmen. Entscheidend ist das Verhalten der Bürger, um der Verbreitung der Coronavirus-Mutation B.1.1.7 einhalt zu gebieten.

Kitas & Schulen
Galten Kindertagesstätten laut der „Corona-KiTa-Studie“ bisher nicht als Pandemietreiber, scheint die Mutation B.1.1.7 sich hier anders zu verhalten als die vorherigen Varianten. Zudem besteht, durch die höhere Ansteckungsgefahr das Risiko bisherigen Erfolge zu verspielen.

Daher bleiben auch die Kindertagesstätten und Schulen bis mindestens zum 14. Februar geschlossen. Was wiederum die Eltern, allen voran Alleinerziehende hart trifft. Denn mit einem Kleinkind im Haus ist das Home-Office oftmals, Verfügung hin oder her eine reine Illusion.

Fazit
Mein Fazit, des gestrigen Corona-Gipfel im Bundeskanzleramt ist, dass man nur hoffen kann, dass die Lage alsbald in den Griff bekommen wird. Denn allmählich schwindet die Energie und Kraft, diese seit bald einem Jahr anhaltende Krise bewältigen zu können. Ich finde, dass einige Maßnahmen wie z. B. die Pflicht für die Nutzung von medizinischen Masken oder der zum Home-Office schon spätestens im September des letzten Jahres hätten starten müssen.

Ich wünsche allen, dass Ihr gesund und mir gewogen bleibt!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Corona-Pandemie und die Auswirkungen auf Kinder

Die Auswirkungen der Corona-Pandemie auf Kinder. (Bild: BBC Creative/Unsplash)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind Kontaktbeschränkungen, strenge Regeln an den Kitas, in den Schulen oder bei der Kinderbetreuung im Homeoffice schon fast zur Normalität geworden. Doch wie sehr belastet diese Situation Kinder wirklich, und was können Eltern unternehmen, um ihrem Kind entsprechend beizustehen?

Eines kann vorweggesagt werden, die derzeitige Situation stellt jedenfalls eine psychische Belastung und Herausforderung für Kinder, genauso wie für Erwachsene dar. Eine Studie, die am Hamburger Universitätsklinikum durchgeführt wurde, und die sich mit der seelischen Gesundheit von Kindern während der Pandemie beschäftigte, zeigte eindeutige Ergebnisse.

Es konnte festgestellt werden, dass es bei Kindern keinen allgemein typischen Reaktionsmechanismus gibt, der bei jedem Kind auf gleiche Weise zum Vorschein tritt. Jedes Kind reagiert anders auf die Situation, weshalb auch die Symptome unterschiedlich verlaufen.

Zu den häufigsten Auswirkungen gehören demzufolge Konzentrationsschwäche, Schwierigkeiten mit der Aufmerksamkeit, und sogenannte Zwangshandlungen. Zwangshandlungen treten immer dann auf, wenn seelische Unruhe und Ängste vorherrschen.

Diese Handlungen verschaffen ein vermeintliches Gefühl an Sicherheit und tragen zur Stabilisierung der emotionalen Verfassung bei. So zeigten sich diese Zwangshandlungen in Kindern insbesondere in einem verstärkten Kontrollieren der Kinderzimmertüre, ob diese abgeschlossen ist oder das Fenster verriegelt ist. Einige Kinder wuschen sich während der Studie krampfhaft und übermäßig oft die Hände. So konnte man feststellen, dass vor allem Sauberkeits- und Sicherheitszwänge im Zusammenhang mit der Pandemie auftreten.

Ein weiterer Faktor, der in diesem Kontext beachtet werden muss, ist das soziale und familiäre Umfeld des Kindes. Seit Beginn der Pandemie ist das familiäre System der meisten Kinder sehr durcheinander geraten. Manche Eltern, welche in systemrelevanten Stellen tätig sind, hatten plötzlich viel mehr Arbeit und weniger Zeit für die Familie und die Kinder.

Andere Elternteile wiederum waren von Kurzarbeit oder sogar einem Jobverlust betroffen und verbrachten plötzlich viel mehr Zeit zuhause als zuvor. Man darf dabei nicht vergessen, dass sich die mentale Verfassung der Eltern auch auf die Kinder auswirkt, zumal es auch mehr zu Konflikten innerhalb der Familie kommen kann. Wie die Erwachsenen also auf die Krise reagieren, wirkt sich unmittelbar auf die Kinder aus, da Erwachsene ihre Vorbilder und sozusagen eine Orientierungshilfe darstellen.

Meine Tipps wie Sie Ihr Kind am besten unterstützen!

Weiterhin Struktur im Alltag geben

Mit Beginn der Pandemie hat sich plötzlich der Alltag Ihres Kindes von einem Moment auf den anderen geändert. Nichtsdestotrotz ist es wichtig, noch an einem strukturierten Tagesablauf festzuhalten. Hierbei sind To-Do-Listen besonders hilfreich, die eine kleine Orientierung und Motivation für die Erledigung der Aufgaben bieten.

Regelmäßige Bewegung

Auch wenn der Turnunterricht zurzeit nicht stattfindet, das Kind nicht mit anderen Kindern spielen darf und der Sportverein derzeit geschlossen ist – sollten Sie Ihrem Kind regelmäßig, ausreichend Bewegung bieten. Denn das löst im Körper Glückshormone aus und leistet einen bedeutenden Beitrag zur mentalen Verfassung des Kindes.

Ermutigung und Wertschätzung vorleben

Die strengen Corona-Regeln bringen zahlreiche Herausforderungen mit sich. Sie sollten trotzdem eine offene und verständnisvolle Kommunikation mit Ihrem Kind pflegen und ihm eine positive Einstellung vorleben.

Konflikte emphatisch lösen

Wie bereits erwähnt, kann das vermehrte Zusammensein zu Reibereien in der Familie führen. Hier sollten Sie versuchen, Streitigkeiten mit Empathie zu lösen. Lehren Sie Ihrem Kind, mehr Mitgefühl und Verständnis anderen gegenüber aufzubringen, sodass es lernt, mit Konflikten besser umzugehen.

Die Corona-Pandemie stellt eine herausfordernde Zeit sowohl für Kinder als auch die Eltern selbst dar. Die hier vorgestellten Tipps sollen daher für jedes Elternteil eine kleine Unterstützung bieten, um mit dieser schwierigen Situation besser umgehen und richtig handeln zu können. Sind Sie jedoch mit der Situation zu überfordert und finden keinen Ausweg mehr, dann scheuen Sie nicht davor zurück, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen.

Bis demnächst bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Forschung: Glycyrrhizin neutralisiert Coronaviren

Glycyrrhizin kann Coronaviren neutralisieren. (Bild: iStock)

Wissenschaftler der Universität Essen haben in einer Studie nachgewiesen, dass Glycyrrhizin, ein Stoff aus der Süßholzwurzel, offenbar antiviral gegen das Coronavirus wirkt. Die Inhaltsstoffe der Süßholzwurzel kommen vor allem in Lakritzen vor, für dessen Herstellung die Wurzel unabdingbar ist.  

Laut der Vorabausgabe der Studie, beobachtete das Forscherteam aus Nordrhein-Westfalen zunächst die antiviralen Effekte von Tee aus getrockneter Süßholzwurzel.

„Glycyrrhizin hemmt ein für die Virusvermehrung essenzielles Enzym, die virale Hauptprotease“.

Adalbert Krawczyk, Studienleiter in einer Mitteilung der Universität.

Strukturformel von Glycyrrhizin
Die Glycyrrhizin Strukturformel. (Grafik: Wikipedia)

Demnach haben Zellkulturversuche erwiesen, dass Glycyrrhizin eine starke antivirale Wirkung gegen Sars-CoV-2 entwickelt, so die Wissenschaftler in der Vorabausgabe der Studie. Dabei sei, so das Forscherteam, bereits die in Süßholzwurzeltee enthaltene Konzentration an Glycyrrhizin ausreichend gewesen, um die Viren in Zellkultur zu neutralisieren.

Noch fehlende klinische Studien
Eine Überprüfung der Wirksamkeit am Menschen in klinischen Untersuchungen steht noch aus.

Provokant gefragt, ist das Essen von Lakritzen die Lösung gegen das Coronavirus?

„Das kann man so pauschal nicht sagen. Übertreiben sollte man es sicher nicht: Die maximale Tagesdosis von Glycyrrhizin liegt bei 100 Milligramm, das entspricht je nach Sorte etwa 50 Gramm Lakritz“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

„Möglicherweise könnte der Konsum von Lakritz oder des Süßholzwurzelextrakts als Tee den Krankheitsverlauf günstig beeinflussen“.

Der Leiter der Studie Adalbert Krawczyk.

Ansonsten gilt es nach wie vor, die AHA-Regeln einzuhalten und sich, sofern das irgend möglich ist, impfen zu lassen.

Abstand – Mindestens 1,5 Meter Abstand zu Mitmenschen halten.

Hygiene – Richtiges Husten und Niesen sowie die Hände regelmäßig waschen.

Alltagsmaske – Mund-Nasen-Schutz tragen.

Kommentar – zu den strengeren Kontaktbeschränkung

Kommentar - zu den strengeren #Kontaktbeschränkung (Bild: Element5 Digital/Unsplash)

Die neuen, strengeren Kontaktbeschränkung zur Bekämpfung der Corona-Pandemie welche, am vergangenen Dienstag, den 5. Januar 2021 von Bund und Ländern beschlossen worden sind, gelten auch für Kinder. Die bisher geltenden Ausnahmen für Babys und Kleinkinder fallen damit ersatzlos weg.

Grund sind die nach wie vor hohen Infektionen mit dem Coronavirus im Land sowie die Gefahr durch die aggressivere, mutierte Virusvariante des SARS-CoV-2 Erregers aus Großbritannien. Zudem dürfte auch der leichtsinnige Umgang einiger weniger Tausend Menschen mit dem Coronavirus zu dessen Verbreitung beigetragen haben.

Eine Verschärfung der in Deutschland relativ leichten Einschränkungen war daher längst überfällig. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sprach nach der Konferenz mit den Regierungschefs der Länder von Maßnahmen die „einschneidend“ seien. Alle seit dem 16. Dezember geltenden Maßnahmen werden nach einem Beschluss der Minister­präsidenten­konferenz am Dienstag bis zum 31. Januar 2021, verlängert und zum Teil ausgeweitet worden.

Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)
Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel. (Bild: CDU)

Insbesondere Familien mit Kindern sind von den verschärften Kontaktbeschränkungen besonders hart getroffen. So dürfen sich im privaten Bereich die Personen eines Haushalts nur noch mit einer weiteren Person (inkl. Babys/Kleinkinder) treffen, die nicht im selben Haushalt lebt. Auch fällt bis mindestens 31. Januar 2021 die Betreuung in den Kindergärten und der Präsenzunterricht an den Schulen mit Ausnahme der Abschlussklassen aus. All das stellt nicht nur Alleinerziehende Eltern vor große Herausforderungen. Zumal wie u. a. in Berlin die Lernplattformen Namens „Lernraum Berlin“ gar nicht oder nur schlecht funktionieren. 

Es beliebt daher abzuwarten, wie es dieser Tage mit den härteren Ausgangsbeschränkungen in Deutschland weitergehen soll, zumal man törichterweise die Sommerferien ungenutzt gelassen hat, anstatt sich auf die nächste Welle an Covid-19 Infeketionenwelle sinnvoll vorzubereiten. Nun muss alles wieder schnell “übers Bein gebrochen“ werden. Hier hätte man vieles besser machen können. Für Familien mit Kindern beliebt zu hoffen, dass man das Coronavirus bis Ostern soweit in den Griff bekommt, dass man langsam wieder daran denken kann, ein normales, geregeltes Leben mit Kindergarten, Schule und Freunden zu haben. Bis dahin müssen wir durchhalten und das Beste daraus machen!

Bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

Hauptstadt-Papa

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Kita – der ganz normale Corona-Wahnsinn!

Kita - die Eingewöhnung. (Bild: HauptstadtPapa)

Seit Beginn der Corona-Pandemie ist in Deutschland viele Orts der Corona-Wahnsinn zum Alltag geworden. So rief mich letzte Woche Donnerstag-Mittag die Kita an, dass ich meine Tochter doch bitte abholen möge, da Sie eine laufende Nase, Husten und Fieber habe.

Worauf hin ich mich umgehend auf dem Weg zum Kindergarten gemacht habe. Gleichzeitig rief ich meinen Bruder an, der gerade auf der Autobahn auf dem Heimweg war, weil es uns zuvor für knapp eine Woche mit seiner Freundin besucht hatte. Die beiden haben die Nachricht unter lautem Motorengeräusch zur Kenntnis genommen. 

Danach versuchte ich die Corona-Hotline 030 / 90 28 28 28 des Berliner Gesundheitsamtes zu erreichen. Ein Durchkommen bei der Hotline gelang mir jedoch erst als ich bereits vor dem Gebäude der Kita stand. Die freundliche Mitarbeiterin am anderen Ende der Leitung empfahl mir, erst einmal mein Kind selber in Augenschein zu nehmen und dann ggf. denn Kinderarzt zu konsultieren.

Nachdem was mir die Erzieherin zuvor am Telefon geschildert hatte, wusste ich nicht wirklich was mich erwartet. Denn den Schilderungen nach müsste meine Tochter starken Husten und kräftiges Fieber haben. Eine laufende Nase hatte sie schon Tags zuvor, jedoch keines der anderen Symptome.

Als ich letzten Endes im Kindergarten war, erfuhr ich von den anwesenden Erzieherinnen, dass meine Tochter (lediglich) eine Körpertemperatur von 37,4 °C hat. Zwar hustete meine Tochter in der Tat ein wenig, aber von einer erhöhten Körpertemperatur oder gar Fieber konnte hier ganz sicher nicht die Rede sein!  Zudem sagte man mir, dass meine Tochter sich auffällig träge und appetitlos verhalten habe. 

Dieses war aber klar nachvollziehbar und wurde von mir schon am Morgen den Erziehern mitgeteilt, dass meine Tochter die Nacht nur sehr wenig geschlafen hat, weil sie soviel erlebt hatte. Zudem hat sie beim Frühstück ordentlich zugelangt und dreieinhalb Brötchen vertilgt. Kein Wunder also dass sie keinen wirklichen Appetit hatte, als es gegen 11 Uhr in der Kita Mittagessen gab.

Notgedrungen packte ich meine Tochter in den Kinderwagen und mache mich zu Fuß auf den Heimweg. Zu Hause angekommen habe ich als erstes selber an Stirn und Schläfen Fieber gemessen, mit dem Ergebnis von Temperaturen zwischen 36,4 und 37,0 °C – alles ganz normale Körpertemperatur! Abgesehen von dem sporadischen Husten 3-4-mal in der Stunde und der laufenden Nase konnte ich keinerlei Auffälligkeiten oder Veränderungen bei meiner Tochter ausmachen.

Am Nachmittag, als meine Tochter noch im Reich der Träume weilte, konnte ich kurz nach drei auch die Kinderarztpraxis telefonisch erreichen. Als ich der Sprechstundenhilfe das Problem und die Symptome kurz erläuterte, bestätigte sie meine Annahme, dass es sich nur um einen kleinen Schnupfen handelt. Von einem Besuch in der Praxis riet sie ab, da sonst die Gefahr bestand, dass meine Tochter sich noch was „richtiges“ einfängt.

Da ich Tags zuvor im Büro des Kindergartens niemand mehr telefonisch habe erreichen können, musste ich warten, bis die Kita-Leitung am nächsten Tag wieder im Haus ist. Nur so konnte ich erfahren, ob meine Tochter die bis auf den kleinen Schnupfen gesund ist,  am heutigen Freitag wieder in den Kindergarten kommen darf. 

Nachdem meine Tochter, wie sonst auch gegen 6 Uhr in der Früh quickfidel Bett stand und gefrühstückt hatte, gingen wir erst mal auf den Spielplatz damit das Kind beschäftigt ist. Schließlich wusste ich noch immer nicht, ob meine Tochter am heutigen Freitag in Kindergarten gehen darf oder nicht. 

Gegen halb zehn konnte ich endlich die Leiterin im Büro erreichen. Sie sagte, dass ich meine Tochter unter der Prämisse in den Kindergarten bringen könne, wenn sie kein Fieber und Husten hat. Da beides zutraf, brachte ich meine Tochter wieder in den Kindergarten. Nur um gegen 11:00 Uhr erneut einen Anruf aus der Kita zu erhalten. Meine Tochter würde stark husten und hätte eine laufende Nase, ich möge sich doch bitte aus der Kita abholen.

Also ließ ich wieder alles stehen und liegen und alte zum Kindergarten. Unterwegs rief ich schon mal beim Kinderarzt an um kurzfristig noch einen Termin zu bekommen. Die Sprechstundenhilfe sagte, dass wir bitte um 12 Uhr in der Praxis vorbeikommen sollten damit die Ärztin sich meine Tochter mal genauer anschauen kann.

Gesagt getan, war ich gegen kurz nach zwölf in der Kinderarztpraxis. Ebenfalls wie bereits erwartet, konnte die Ärztin bis auf einen leichten Schnupfen keinerlei Auffälligkeiten feststellen. Die Kinderärztin sagte mir jedoch, dass das Verhalten in den Kindergärten inzwischen der tägliche Corona Wahnsinn sei. Einen Corona Abstrich wollte sie aufgrund fehlender Symptome nicht machen. Das ist auch ganz in meinem Sinn! Die Kinder Ärztin hat mir für die kommende Woche eine Gesundschreibung mitgegeben. Sollten sich wider Erwarten irgendwelche Symptome zeigen soll ich bitte nochmals vorstellig werden.

Nun ist erst einmal, zum Leidwesen meiner Tochter, Wochenende und kein Kindergarten. Am Montag werden wir sehen, wie die Geschichte des Corona Wahnsinns in Berlin weitergeht. Ich habe ja sehr wohl Verständnis für die Kindergärten, dass die Leitung sicherstellen soll dass die Kinder unbeschadet bleiben, aber man kann auch in eine Art Panik verfallen die in der Entscheidung nicht mehr nachvollziehbar sind. Jetzt heißt es, einen kühlen Kopf zu behalten, was bei 36 °C an sich schon schwer wird. 

Bis dahin bleibt gesund und mir gewogen!

Euer

HauptstadtPapa

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Meine erste Coronavirus-Bilanz

Meine erste Coronavirus-Bilanz. (Bild: unsplash.com/cdc)

Meine Erfahrungen als alleinerziehender Vater noch etwa drei Monaten Coronavirus (SARS-CoV-2) bedingten bundesweitem Ausnahmezustand sind, sagen wir mal durchwachsen. Eigentlich war ich mit meiner kleinen Tochter zusammen Anfang März von Münster zurück nach Berlin gegangen, nachdem ich das letzte Jahr dort bei meinen Eltern verbracht habe, nachdem meine Frau uns verlassen hat. 

Eigentlich sollte meine Tochter ab dem 4. Mai ihren ersten Tag im Kindergarten haben, doch dann kam Corona. Durch die drohenden Ausgangssperren entschied ich mich recht spontan, mit der Kleinen zurück zu meinen Eltern zufahren. 

So kam es, dass wir am 18. März im IC direkt von Berlin nach Münster fuhren und fast einen ganzen Wagen der 1. Klasse für uns alleine hatten. Die 1. Klasse ist auch ohne Coronavirus meist menschenleer. Daher entschied ich mich bewusst für die etwas teurere 1. Klasse. Bei der man bis auf das Bahnpersonal, keine Gefahr läuft, auf andere Menschen zu stoßen.

Gefahrenabwägung

Ich weiß, eigentlich sind alle angehalten, den Kontakt zu den Großeltern zu meiden um diese vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützten. Jedoch haben nicht nur meine Eltern gedrängt, dass ich mit der Kleinen wieder zurückkommen soll. 

Sie hatten dabei alle recht, denn bei der Aussicht auf eine mögliche Ausgangssperre mit einem kleinen Kind, das eigentlich ständig nach draußen will und dann auf eine Zweizimmerwohnung beschränkt zu sein. Ohne dass man auf den Spielplatz oder in die zweimal die Woche stattfindende Krabbelgruppe darf, hätte ich es wahrscheinlich keine zwei Wochen lang durchgehalten.

Tag ein, Tag aus …

Egal ob in Berlin oder bei meinen Eltern, der Tagesablauf ist relative identisch. Morgens gegen 6 Uhr aufstehen und noch etwas kuscheln. Dann das Kind wickeln, das Kind und sich selbst anziehen. Kurz vor sieben, Frühstück für die Kleine fertig machen, Kaffee kochen und richtig wach werden. 

Ohne Kindergarten bedeutet das, dass das Kind beschäftigt werden muss. Am besten ist es, wenn es alleine spielt, dann kann ich nebenbei noch etwas Hausarbeit erledigen. Wenn das Wetter gut ist, zwischendurch noch auf den Spielplatz, in den Garten, spazieren oder planschen gehen.

Damit gegen 12-13 Uhr etwas Schmackhaftes zum Essen auf den Mittagstisch kommt, muss auch hier vorher etwas gekocht werden. Eine warme Mahlzeit am Tag ist wichtig, nicht nur für die Ernährung, sondern auch für das Wohlbefinden von groß und klein sehr wichtig. 

Nach dem Mittagessen heißt es dann für meine Tochter ab ins Bett, Mittagschlaf. Denn ohne die Mittagspause ist sie „nicht zu gebrauchen“. In den zwischen 1-2 Stunden der Ruhe versuche ich selber, mich etwas auszuruhen, wenn mir nicht zu viele durch den Kopf geht, was ich noch erledigt werden muss, wie z. B. diesen neuen Blog Post zu schreiben. 😉

Denn wenn meine süße wach ist, ist an ein konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu denken, dann fordert sie die volle Aufmerksamkeit von Papa. Für Menschen ohne Kinder vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, aber die erwähnte Aufmerksamkeit kostet nicht unerheblich Energie. 

Meist gehen wir nach dem Mittagschlaf, wenn das Wetter es zulässt raus auf den Spielplatz, in den weitläufigen Charlottenburger Schlossgarten,

Der HauptstadtPapa. (Bild: Thorsten Claus)
Der HauptstadtPapa.(Bild: Thorsten Claus)

zum Liezen- oder Wannsee zum Spazieren, oder in den Berliner Zoo.

Der Zoo gefällt meiner Tochter, wegen der vielen Tiere besonders gut. Hier lohnt sich auch bei mehr als drei Besuchen pro Jahr sich eine Jahreskarte.

So viel fürs Erste, bleibt gesund!

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Corona-Virus: Berlin wagt erste Lockerungen

Corona-Virus: Berlin wagt erste Lockerungen. (Bild: Pixabay/Tolmacho)

In Berlin öffnen ab dem 30. April wieder alle Spielplätze. Darauf verständigten sich die zwölf Bezirke am Donnerstag im Rat der Bürgermeister. Auch auf den wieder geöffneten Spielplätzen gelten allerdings die Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie heißt es in einer Mitteilung. 

Zudem plant Friedrichshain mehr Platz zum Spielen. So will der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ab dem 1. Mai bis zu 30 Straßen an Sonn- und Feiertagen für Fahrzeuge sperren. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr sollen die Straßen in der Nähe von Spielplätzen zum Spielen und für Fußgänger freigegeben werden. Das teilte, das Bezirksamt mit: 

„Dem Bewegungsdrang von Kindern kann hier unter den Bedingungen des Infektionsschutzes besser nachgegeben werden“, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler (Linke).

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Erweiterter Notbetreuung

Ab nächsten Montag, den 27. April, wird die Notbetreuung in Schulen und Kitas deutlich erweitert. Das teilte die Senatsbildungsverwaltung am Mittwoch mit. Die Liste der systemrelevanten Berufe wurde deutlich erweitert. Die Zwei-Eltern-Regelung entfällt ebenfalls. Es reicht daher, wenn nur ein Elternteil in einem der aufgelisteten Berufe tätig ist. 

Neu ist zudem, dass Alleinerziehende ihre Kinder tagsüber auch in der Kita abgeben können. Die jetzige Lockerung ist jedoch nicht ganz unumstritten. Virologen warnen vor neuen Infektionswelle. Daher ist der Besuch der Kita auch eine Abwägung der Risiken.

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Der HauptstadtPapa im Spiegel

Alleinerziehende in Coronazeiten, der HauptstadtPapa im Spiegel Interview - Wer kümmert sich im Notfall um das Kind? (Bild: Unsplash/Jan Kopřiva)

Gerade ist ein Spiegel-Beitrag mit einem Interview des #HauptstadtPapa erschienen. Schwerpunkt des Artikels ist das Thema das Corona-Virus und AlleinerziehendeAlleinerziehende in Coronazeiten – Wer kümmert sich im Notfall um das Kind?“

Was tun, wenn ein alleinerziehender Elternteil plötzlich an dem aggressiven Erreger SARS-CoV-2 mit COVID-19 erkrankt und sie darum nicht mehr um das Kind kümmern kann. Während größere Kinder sich schon auch ohne Probleme mal selber ein Brot machen, ist dass bei einem Kleinkind unmöglich.

Viele Bundesländer sind hier nach den Recherchen der Kollegen vom Spiegel noch im Tal der Ahnungslosen oder tun das Szenario als unrealistisch ab.

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