Corona: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko beeinflussen

Forschung: Omega-3-Fettsäuren im Blut kann Sterberisiko bei Covid-19 beeinflussen. (Bild: iXimus/Pixabay)

Forscher des Fatty Acid Research Institute (FARI) haben herausgefunden, dass eine höhere Omega-3-Konzentration im Blut das Sterberisiko aufgrund einer Infektion mit dem Coronavirus Erreger SARS-CoV-2 verringern kann.

In der Fachliteratur gibt es bereits einige Studien, die von der Hypothese ausgegangen sind, dass Omega-3-Fettsäuren bei einer COVID-19-Infektion positive Auswirkungen haben könnten, bisher wurden jedoch keine von Experten geprüften Studien veröffentlicht, die diese Annahme stützen.

Die Studie basiert auf Daten von 100 Patienten, die mit COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert wurden. Die bei der Aufnahme entnommenen Blutproben wurden aufbewahrt und ausgewertet. Die klinischen Ergebnisse dieser Patienten wurden gesammelt und das Blut auf Omega-3-Index (O3I) hin untersucht. 14 der Patienten verstarben. Die Forschungsergebnisse wurden in “Prostaglandins, Leukotrienes and Essential Fatty Acids” veröffentlicht.

Die Patienten wurden entsprechend O3I in Quartile von 25 Prozent aufgeteilt. In der obersten Quartile kam es zu einem Todesfall. In dieser Gruppe lag der O3I-Wert höher als 5,7 Prozent. Bei den verbleibenden Patienten kam es von 75 Personen zu 13 Todesfällen. Der O3I-Wert lag hier unter 5,7 Prozent. Bei den auf Alter und Geschlecht angepassten Regressionsanalysen zeigte sich, dass die Personen in der höchsten Quartile 75 Prozent weniger wahrscheinlich starben als jene Teilnehmer in den niedrigeren drei Quartilen. Anders gesagt, war das relative Sterberisiko bei Personen mit einem niedrigeren O3I-Wert rund vier Mal so hoch.

Weitere Studien erforderlich

Laut Forschungsleiter Arash Asher vom Cedars-Sinai Medical Center http://cedars-sinai.org entspricht diese Pilotstudie zwar nicht den Schwellenwerten für eine statistische Signifikanz, jedoch lege sie gemeinsam mit vielfachen Belegen für die entzündungshemmende Wirkung von EPA und DHA dringend nahe, dass diese über die Nahrung aufnehmbaren marinen Fettsäuren dabei helfen können, das Risiko negativer Ergebnisse bei COVID-19-Patienten zu verringern. Größere Studien seien zur Bestätigung dieser vorläufigen Ergebnisse nötig.