Meine erste Coronavirus-Bilanz

Meine erste Coronavirus-Bilanz. (Bild: unsplash.com/cdc)

Meine Erfahrungen als alleinerziehender Vater noch etwa drei Monaten Coronavirus (SARS-CoV-2) bedingten bundesweitem Ausnahmezustand sind, sagen wir mal durchwachsen. Eigentlich war ich mit meiner kleinen Tochter zusammen Anfang März von Münster zurück nach Berlin gegangen, nachdem ich das letzte Jahr dort bei meinen Eltern verbracht habe, nachdem meine Frau uns verlassen hat. 

Eigentlich sollte meine Tochter ab dem 4. Mai ihren ersten Tag im Kindergarten haben, doch dann kam Corona. Durch die drohenden Ausgangssperren entschied ich mich recht spontan, mit der Kleinen zurück zu meinen Eltern zufahren. 

So kam es, dass wir am 18. März im IC direkt von Berlin nach Münster fuhren und fast einen ganzen Wagen der 1. Klasse für uns alleine hatten. Die 1. Klasse ist auch ohne Coronavirus meist menschenleer. Daher entschied ich mich bewusst für die etwas teurere 1. Klasse. Bei der man bis auf das Bahnpersonal, keine Gefahr läuft, auf andere Menschen zu stoßen.

Gefahrenabwägung

Ich weiß, eigentlich sind alle angehalten, den Kontakt zu den Großeltern zu meiden um diese vor einer möglichen Ansteckung mit dem Coronavirus zu schützten. Jedoch haben nicht nur meine Eltern gedrängt, dass ich mit der Kleinen wieder zurückkommen soll. 

Sie hatten dabei alle recht, denn bei der Aussicht auf eine mögliche Ausgangssperre mit einem kleinen Kind, das eigentlich ständig nach draußen will und dann auf eine Zweizimmerwohnung beschränkt zu sein. Ohne dass man auf den Spielplatz oder in die zweimal die Woche stattfindende Krabbelgruppe darf, hätte ich es wahrscheinlich keine zwei Wochen lang durchgehalten.

Tag ein, Tag aus …

Egal ob in Berlin oder bei meinen Eltern, der Tagesablauf ist relative identisch. Morgens gegen 6 Uhr aufstehen und noch etwas kuscheln. Dann das Kind wickeln, das Kind und sich selbst anziehen. Kurz vor sieben, Frühstück für die Kleine fertig machen, Kaffee kochen und richtig wach werden. 

Ohne Kindergarten bedeutet das, dass das Kind beschäftigt werden muss. Am besten ist es, wenn es alleine spielt, dann kann ich nebenbei noch etwas Hausarbeit erledigen. Wenn das Wetter gut ist, zwischendurch noch auf den Spielplatz, in den Garten, spazieren oder planschen gehen.

Damit gegen 12-13 Uhr etwas Schmackhaftes zum Essen auf den Mittagstisch kommt, muss auch hier vorher etwas gekocht werden. Eine warme Mahlzeit am Tag ist wichtig, nicht nur für die Ernährung, sondern auch für das Wohlbefinden von groß und klein sehr wichtig. 

Nach dem Mittagessen heißt es dann für meine Tochter ab ins Bett, Mittagschlaf. Denn ohne die Mittagspause ist sie „nicht zu gebrauchen“. In den zwischen 1-2 Stunden der Ruhe versuche ich selber, mich etwas auszuruhen, wenn mir nicht zu viele durch den Kopf geht, was ich noch erledigt werden muss, wie z. B. diesen neuen Blog Post zu schreiben. 😉

Denn wenn meine süße wach ist, ist an ein konzentriertes Arbeiten nicht mehr zu denken, dann fordert sie die volle Aufmerksamkeit von Papa. Für Menschen ohne Kinder vielleicht nicht ganz nachvollziehbar, aber die erwähnte Aufmerksamkeit kostet nicht unerheblich Energie. 

Meist gehen wir nach dem Mittagschlaf, wenn das Wetter es zulässt raus auf den Spielplatz, in den weitläufigen Charlottenburger Schlossgarten,

Der HauptstadtPapa. (Bild: Thorsten Claus)
Der HauptstadtPapa.(Bild: Thorsten Claus)

zum Liezen- oder Wannsee zum Spazieren, oder in den Berliner Zoo.

Der Zoo gefällt meiner Tochter, wegen der vielen Tiere besonders gut. Hier lohnt sich auch bei mehr als drei Besuchen pro Jahr sich eine Jahreskarte.

So viel fürs Erste, bleibt gesund!

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Corona-Virus: Berlin wagt erste Lockerungen

Corona-Virus: Berlin wagt erste Lockerungen. (Bild: Pixabay/Tolmacho)

In Berlin öffnen ab dem 30. April wieder alle Spielplätze. Darauf verständigten sich die zwölf Bezirke am Donnerstag im Rat der Bürgermeister. Auch auf den wieder geöffneten Spielplätzen gelten allerdings die Abstands- und Hygieneregeln zur Eindämmung der Corona-Pandemie heißt es in einer Mitteilung. 

Zudem plant Friedrichshain mehr Platz zum Spielen. So will der Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg ab dem 1. Mai bis zu 30 Straßen an Sonn- und Feiertagen für Fahrzeuge sperren. In der Zeit von 12 bis 18 Uhr sollen die Straßen in der Nähe von Spielplätzen zum Spielen und für Fußgänger freigegeben werden. Das teilte, das Bezirksamt mit: 

„Dem Bewegungsdrang von Kindern kann hier unter den Bedingungen des Infektionsschutzes besser nachgegeben werden“, so der stellvertretende Bezirksbürgermeister Knut Mildner-Spindler (Linke).

Bezirksamt Friedrichshain-Kreuzberg

Erweiterter Notbetreuung

Ab nächsten Montag, den 27. April, wird die Notbetreuung in Schulen und Kitas deutlich erweitert. Das teilte die Senatsbildungsverwaltung am Mittwoch mit. Die Liste der systemrelevanten Berufe wurde deutlich erweitert. Die Zwei-Eltern-Regelung entfällt ebenfalls. Es reicht daher, wenn nur ein Elternteil in einem der aufgelisteten Berufe tätig ist. 

Neu ist zudem, dass Alleinerziehende ihre Kinder tagsüber auch in der Kita abgeben können. Die jetzige Lockerung ist jedoch nicht ganz unumstritten. Virologen warnen vor neuen Infektionswelle. Daher ist der Besuch der Kita auch eine Abwägung der Risiken.

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Der HauptstadtPapa im Spiegel

Alleinerziehende in Coronazeiten, der HauptstadtPapa im Spiegel Interview - Wer kümmert sich im Notfall um das Kind? (Bild: Unsplash/Jan Kopřiva)

Gerade ist ein Spiegel-Beitrag mit einem Interview des #HauptstadtPapa erschienen. Schwerpunkt des Artikels ist das Thema das Corona-Virus und AlleinerziehendeAlleinerziehende in Coronazeiten – Wer kümmert sich im Notfall um das Kind?“

Was tun, wenn ein alleinerziehender Elternteil plötzlich an dem aggressiven Erreger SARS-CoV-2 mit COVID-19 erkrankt und sie darum nicht mehr um das Kind kümmern kann. Während größere Kinder sich schon auch ohne Probleme mal selber ein Brot machen, ist dass bei einem Kleinkind unmöglich.

Viele Bundesländer sind hier nach den Recherchen der Kollegen vom Spiegel noch im Tal der Ahnungslosen oder tun das Szenario als unrealistisch ab.

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Kinder und das Corona-Virus

#HauptstadtPapa - Kinder und das Corona-Virus. Gespeerte Parks und Spielplätze. (Bild: Pixabay/Free-Photos)

Dieser Tage werden alle Eltern, insbesondere wir alleinerziehende, auf eine harte Probe gestellt, nicht nur in Deutschland. Durch das inzwischen zur Pandemie gewordene Corona-Virus und die damit verbundenen Einschränkungen des alltäglichen Lebens wie geschlossene Kitas, Schulen, Parks oder Spielplätze, werden Eltern vor große Herausforderungen gestellt!

Die Großeltern scheiden derzeit als Helfer aus. Denn sie gehören in den allermeisten Fällen zu den Risikogruppen, bei denen eine Infektion mit dem Corona-Virus einen schweren Verlauf mit der Lungenkrankheit COVID-19 befürchten lässt.

Dieser Wegfall der Großeltern als Unterstützer in der Krise stellt vor allem uns Alleinerziehende vor große Probleme. Denn wir stehen im wahrsten Sinne des Wortes alleine dar und müssen diese Herausforderung allein auf unseren eigenen Schultern tragen. Währenddessen kann man mit größeren Kindern schon über das Corona-Virus und dessen Gefahren sprechen – und dies sollte man auch tun.

Kleinkindern und das Corona-Virus

Eltern von Kleinkindern stehen vor dem Dilemma, dass es für die Kleinen noch unmöglich ist, dass Problem respektive die Gefahren des Corona-Virus zu begreifen. Denn für Kleinkinder ist es nicht nachvollziehbar, dass sie trotz strahlenden Sonnenscheines nicht auf dem gesperrten Spielplatz oder mit anderen Kindern spielen dürfen. 

Während die Kleinen Schnee oder Regen sehen können, ist die Gefahr durch ein Virus, wie das Corona-Virus (SARS-CoV-2) selbst für Erwachsene, oft nur schwer zu fassen. Wie sollen es da Kleinkinder verstehen können? 

Wer dazu noch in einer beengten Großstadtwohnung ohne Garten wohnt, hat es besonders schwer, den Nachwuchs richtig auszupowern. Hier bleibt nur die Möglichkeit von kleinen Spaziergängen in der nahen Umgebung, natürlich mit dem geboten Sicherheitsabstand von mindestens 2 Metern, um dem drohenden Lagerkoller zu entgehen.

Glückliche Gartenbesitzer

Glück im Unglück hat, wer ein Haus oder Wohnung mit einem eigenen Garten sein Eigen nennt. Denn der eigene Garten kann selbst im Fall der Corona bedingten Quarantäne noch weiter genutzt werden. So jedenfalls nach dem derzeitigen Stand der Dinge. Auch wenn sicherlich nur die wenigsten Rutsche, Schaukel, Wippe & Co. im eigenen Garten haben dürften, ist hier meist genügend Platz, um gefahrlos spielen zu können.

Tipp: Jedes Mal, wenn man draußen war, egal, ob spazieren gehen oder im Garten spielen, immer direkt gründlich die Hände mit Seife waschen! Hierbei hat sich übrigens das zweimalige Singen der ersten Strophe des Kinderliedes „Alle meine Entchen” als Zeitparameter schon gut bewährt.

Noten - Alle meine Entchen.
Noten – Alle meine Entchen.

Keine Panik auf der Titanic!

Zum Schluss möchte Euch allen noch einen – wie ich finde – wichtigen Ratschlag mit auf den Weg geben: Das Leben geht trotz Corona-Pandemie weiter und es gibt, wenngleich derzeit nur im Hintergrund, auch noch andere, schöne Dinge, wie etwa das Frühlingserwachen mit all seiner bunten Blütenvielfalt. 

Das Frühlingserwachen mit seiner bunten Blütenvielfalt gibt Mut und Hoffnung in Zeiten des Corona-Virus. (Bid: Thorsten Claus)
Das Frühlingserwachen mit seiner bunten Blütenvielfalt gibt Mut und Hoffnung in Zeiten des Corona-Virus. (Bid: Thorsten Claus)

Versucht Eure Wahrnehmung auch auf andere, schöne, kleine Dinge zu lenken, damit nicht am Schluss das persönliche Wohlbefinden nicht auf der Strecke bleibt. Denn das ist ebenso wichtig, wie die körperliche Gesundheit. 

Bleibt gesund und positiv gestimmt, euer #HauptstadtPapa!

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